Bischof Gebhard Fürst ist Medienbischof

Seit Jahren hat sich Bischof Fürst mit den Fragen der Medienethik, der Medienpolitik und der Rezeption der Medien auseinandergesetzt. In seiner 14-jährigen Tätigkeit als Leiter der Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart richtete er die Hohenheimer Medientag aus. Sie behandelten zum Beispiel Fragen der politischen Bildung durch Massenmedien, der Alltagskultur in Fernsehserien oder der Ethik und der Kommunikation. Zudem wurden unter seiner Federführung die Stuttgarter Tage für Medienpädagogik durchgeführt. Schon in der Promotionsarbeit des Bischofs ging es um das Thema Kommunikation, genauer hin um die Sprache. Als Bischof setzt sich Gebhard Fürst gemäß seines Wahlspruchs vor allem für das Heil der Menschen und besonders der ausgegrenzten Menschen ein. In Fragen der Bioethik, bei denen das Leben zu Beginn auf dem Spiel steht, oder bei medizinisch-ethischen Fragen am Ende des Lebens hat der Bischof immer wieder die unteilbare Würde des Menschen hervorgehoben. Die diakonische Kirche solle, so eine der Grundthesen des Bischofs, eine missionarische Kirche im Volk sein. Entsprechend wird sich Bischof Gebhard Fürst im Medienbereich für alles einsetzen, was lebensfördernd und der Bewahrung der Würde des Menschen dienlich ist.

Mit seiner Wahl zum Vorsitzenden der Publizistischen Kommission folgt Bischof Fürst dem Medienbischof innerhalb der Bischofskonferenz, seinem Vorvorgänger im Bischofsamt, Georg Moser, nach. Bischof Moser hatte die Diözese Rottenburg-Stuttgart als Mediendiözese profiliert. Mit dem Katholischen Filmwerk in Rottenburg und der Tellux-Filmgesellschaft war die Diözese nach dem Krieg an der Entwicklung von Film und Fernsehen beteiligt. Heute stellt das Internet und die damit verbundenen Medien eine neue Herausforderung für die Medienschaffenden dar.

Die Publizistische Kommission befasst sich mit dem Medienengagement der katholischen Kirche und ist zuständig für Schwerpunktsetzungen und Profilierung der überdiözesanen Medienarbeit. Dies betrifft besonders die Bereiche Katholisches Presse- und Verlagswesen, Medienkompetenz und Katholische Rundfunk- und Internetarbeit. Zu den Schwerpunkten zählen der Jugendmedienschutz und die Ausbildung junger Journalistinnen und Journalisten. Im Auftrag der Deutschen Bischofskonferenz verantwortet die Kommission den Katholischen Kinder- und Jugendbuchpreis und den Katholischen Medienpreis.

Bischof Dr. Gebhard Fürst wurde auch als Mitglied in die Glaubenskommission gewählt. Sie befasst sich sowohl mit Glaubensfragen, z. B. mit aktuellen Grundfragen des Gottesbildes und der Sakramente, als auch mit Bioethik, ethischen Fragen der Biowissenschaften und der modernen Medizin wie z. B. Embryonenschutz und Sterbehilfe.

Bischof Dr. Gebhard Fürst wird weiterhin Vorsitzender der Unterkommission „Bioethik“ der Glaubenskommission sein.

Auf Bundesebene bleibt er Geistlicher Assistent des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK) und Mitglied des Präsidiums und des Hauptausschusses des ZdK. Er übt damit weiterhin die Brückenfunktion zwischen Bischofskonferenz und verfasstem Laienkatholizismus in Deutschland aus.

Weihbischof Dr. Johannes Kreidler ist als Mitglied in die Kommission für Geistliche Berufe und Kirchliche Dienste (IV) der Deutschen Bischofskonferenz gewählt worden. Die Kommission für Geistliche Berufe und Kirchliche Dienste beobachtet und analysiert Entwicklungen, die das Berufsbild der Priester, Ordensleute, Diakone und der pastoralen Laienberufe des Gemeindereferenten und des Pastoralreferenten betreffen. Vor dem Hintergrund der gegenwärtigen pastoralen Neuordnungen und Umstrukturierungen gibt es derzeit drei Schwerpunkte: Vorbereitung eines Zukunftsgesprächs zwischen Bischöfen und Gemeinschaften des geweihten Lebens (Orden und Säkularinstituten); Perspektiven für die Priesterausbildung¸ Weiterentwicklung der pastoralen Laienberufe: Gemeindereferent und Pastoralreferentin.

Auch in der Kommission Ehe und Familie (XI) wird Weihbischof Dr. Johannes Kreidler mitwirken. Sie hält die Belange von Ehe und Familie in kirchlicher Perspektive im Blick. Sie bringt den Menschen das Leitbild der auf der Ehe gegründeten Familie als Orientierungsrahmen nahe und setzt sich für die Lebbarkeit der verschiedenen, an diesem Leitbild orientierten Familienmodelle in Kirche und Gesellschaft ein. Darüber hinaus beobachtet die Kommission Entwicklungen, koordiniert auf Bundesebene das Engagement verschiedenster Träger und initiiert Aktivitäten in den Bereichen Ehe- und Familienpastoral, Ehe- und Familienbildung, Ehe- und Familienberatung und Ehe- und Familienpolitik.

Weihbischof Thomas Maria Renz wurde in die Kommission Weltkirche (X) gewählt. Sie pflegt die internationalen Beziehungen der Deutschen Bischofskonferenz, wobei das Hauptaugenmerk auf der Zusammenarbeit mit anderen (kontinentalen, regionalen und nationalen) Bischofskonferenzen liegt. Darüber hinaus trägt sie die Verantwortung für die überdiözesane weltkirchliche Arbeit in Deutschland, vor allem für die Hilfswerke, deren Tätigkeit sie koordiniert und anleitet. Zum Aufgabenspektrum der Kommission Weltkirche gehört auch der interreligiöse Dialog. Bei den Fragen von Entwicklung, Frieden und Menschenrechten arbeitet sie eng mit der Deutschen Kommission Justitia et Pax zusammen.

Weihbischof Thomas Maria Renz wurde auch in die Unterkommission für Kontakte mit Lateinamerika (insbes. ADVENIAT) der Kommission Weltkirche (X) gewählt und in die Unterkommission für Entwicklungsfragen (insbes. MISEREOR) Dr. Johannes Kreidler.

Als ständige Beraterin der Kommission für caritative Fragen wird die neue Leiterin der Hauptabteilung Caritas im Bischöflichen Ordinariat der Diözese Rottenburg-Stuttgart, Dr. Irme Stetter-Karp, fungieren, Akademiereferent Klaus Barwig wird die Migrationskommission beraten.