Bischofsgeburtstag ein kirchenmusikalische Fest

Am Montag, 1. Dezember, 19 Uhr, beschenken die drei Chöre der Rottenburger Domsingschule – Domchor, Domsingknaben und Mädchenkantorei – den Bischof mit einem adventlichen Konzert im Dom St. Martinus. Unter der Leitung von Domkapellmeister Professor Frank Leenen und Domkantor Guido Mürmann kommen folgende Werke zu Gehör: die Kantate „Nun komm, der Heiden Heiland“ (BWV 61) von Johann Sebastian Bach (1685-1750), die Vertonung des Psalms 24 „Machet die Tore weit“ von Andreas Hammerschmidt (1611-1675) und die Komposition „Dicite: Pusillanimes“ nach Jesaja 35,4 von Johann Joseph Fux (1660-1741). Nach der Musik aus der Barockzeit folgen Werke aus der Romantik bzw. der Spätromantik: das „Veni, Dominus“ (op 39,1) von Felix Mendelssohn-Bartholdy (1809-1847), die Vertonung des 13. Psalms (op. 27) von Johannes Brahms (1833-1897) und ebenfalls von Brahms die Vertonung des Lieds „O Heiland, reiß die Himmel auf“; von Max Reger (1873 -1916) schließlich stammt das Werk „Unser lieben Frauen Traum“. Den Bogen zurück zum Barock schlägt schließlich zum Abschluss das „Magnifikat“ (RV 610) von Antonio Vivaldi (1678-1741). Neben den Chören sind die Ausführenden dieses Konzerts als Solisten Undine Holzwarth (Sporan), Cornelia Karle (Alt), Marcus Ullmann (Tenor) und Hartmut Petri (Bass). Das Orchester CONCERTO Tübingen übernimmt die Instrumentalbegleitung. An der Orgel spielt Professor Wolfram Rehfeldt, Domorganist am Rottenburger Dom.

Mit denselben Aufführenden kommt im Festgottesdienst am Dienstag, 2. Dezember, 9.30 Uhr, die Missa brevis in g für Chor, Soli und Orchester von Nikolaus Betscher (1745-1811). Der aus dem oberschwäbischen Berkheim zwischen Biberach und Memmingen stammende Betscher war von 1789 bis zur Säkularisation Abt der Prämonstratenser-Abtei Rot an der Rot. Der „Kirchen- und Künstlerfürst“ war als Vertreter der oberschwäbischen Klostermusik ein bedeutender Komponist an der Schwelle vom Barock zur Wiener Klassik. Eine Ausstellung mit Bilder des zeitgenössischen Malers Hermann Weber ist derzeit im Rottenburger Priesterseminar zu sehen.