„Bleibende Erinnerung in Gestalt des Brotes“

Am Fest Fronleichnam, an dem die Christen an die Gegenwart Christi im heiligen Abendmahl erinnern, sagte der Bischof im Rottenburger Dom, das Sakrament der Eucharistie stärke in der Nachfolge Christi. „Die heilige Mahlfeier verbindet mit Christus und lässt uns in Gemeinschaft mit ihm immer mehr Mensch werden.“

Orientierung an Christus stehe menschenfeindlichen Entwicklungen entgegen, betonte Bischof Fürst. Er erinnerte an das Leitwort „Herr, zu wem sollen wir gehen?“ aus dem Johannesevangelium, unter dem vom 5. bis 9. Juni in Köln der Nationale Eucharistische Kongress steht. Wer sich in der Mahlfeier an Christus erinnere und ihm selbst in Gestalt des Brotes begegne, könne Leben gewinnen und zerstörerischem Allmachtswahn entgehen. Das kürzlich in den USA erfolgreich verlaufene Experiment zum so genannten therapeutischen Klonen menschlicher Körperzellen bezeichnete der Bischof als gottvergessenen und letztlich hilflosen Versuch der Selbsterlösung. Führende Gentechnologen würden vom therapeutischen Klonen zudem ohnehin keinen Nutzen erwarten. „Diese Gentechnik, die fälschlicherweise Heil und Heilung verspricht, nimmt dem Menschen unverfügbare Würde.“

Gott habe in Christus der Welt gezeigt, wie Leben gelingt, betonte der Bischof. Die leibhafte Gegenwart Christi im heiligen Brot erinnere kraftvoll an diese Initiative Gottes zum Heil der Menschen. Diese Initiative lade ein, wie Jesu Jünger nach dem Johannesevangelium zu antworten: „Du hast Worte ewigen Lebens“.

Uwe Renz