Blick für fremde Menschen schärfen

Das Hauptreferat hält der Bischof von Belfort-Montbeliard, Claude Schockert. Er ist in der Französischen Bischofskonferenz für den Bereich Migration zuständig und kritisierte unter anderem die Ausweisung von Roma aus Frankreich deutlich. Der Rottenburger Weihbischof Johannes Kreidler begrüßt die Gäste.

Ziel der Begegnung sei ein schärferer Blick für Fremde und deren Not, sagte vor dem Treffen der Bischöfliche Beauftragte für den Diakonat in der Diözese Rottenburg-Stuttgart, Godehard König. Von der Kirche in Frankreich könne die Kirche in Deutschland wegweisende Impulse erhalten. So hätten sich die Katholiken von Besancon nach einer Reduktion von 900 auf nur noch 90 Gemeinden ganz neu aufstellen müssen. „Es beeindruckt, wie französische Christen mit sehr wenig hauptamtlichem Personal zusammen mit ehrenamtlich Engagierten glaubwürdige diakonische Arbeit machen“, so König. Auch der „Berufungsweg“ in mehreren französischen Diözesen sei überzeugend. So könne jemand dort nur Diakon werden, wenn er von einer „Berufungsequipe“ auf diese Möglichkeit angesprochen werde. Für die Entscheidung hat der Angesprochene ein Jahr Bedenkzeit. „Wir freuen uns auf wertvolle Anregungen der französischen Kollegen“, sagte König.