„Botschaft der Freude an Gott“

Das überwiegend von Papst Benedikt XVI. verfasste und von seinem Nachfolger Franziskus unterzeichnete Lehrschreiben bilde als Trilogie zusammen mit den Enzykliken „Deus caritas est“ (Gott ist Liebe) und „Spe salvi“ (Auf Hoffnung hin) eine wertvolle Stärkung christlichen Glaubens und Handelns, sagte Bischof Fürst am Freitag, dem Tag der Veröffentlichung von „Lumen fidei“. Die Enzyklika zeige die Grundhaltungen Glaube, Hoffnung und Liebe als Fundament christlicher Lebensgestaltung gewinnend und überzeugend auf.

Vor der Veröffentlichung hatte Papst Franziskus das Schreiben als ein „von vier päpstlichen Händen geschriebenes“ bezeichnet. „Das ist ein Novum in der Kirchengeschichte“, betonte Bischof Fürst. Er erwies Papst Franziskus Respekt dafür, dass dieser seinem Vorgänger die Ehre erwiesen und ihn im Vorwort „zutiefst dankbar“ als Hauptautor benannt habe. Bezeichnend sei, dass in der Trilogie der üblicherweise zuletzt genannte evangelische Rat der Liebe zuerst behandelt werde. Aus der Liebe und ihrem davon geprägten Handeln erwüchsen Hoffnung und Glaube, so Bischof Fürst. So zeigten sich Glaube, Hoffnung und Liebe in der Nachfolge Christi als Grundhaltungen, die dem Leben ein verlässliches Fundament böten. Dies dokumentiere das päpstliche Schreiben eindrucksvoll: „Als Auferstandener ist Christus ein zuverlässiger, glaubwürdiger Zeuge, eine feste Stütze für unseren Glauben“. Dieser Glaube an den am Kreuz gestorbenen und auferstandenen Christus habe Folgen für das diakonische Handeln der Kirche. Dies werde deutlich, wenn „Lumen fidei“ an Gestalten wie Franz von Assisi oder Mutter Teresa erinnert, für die Leidende „Mittler des Lichts“ gewesen seien.

Bischof Fürst dankte Papst Franziskus und dessen Vorgänger Benedikt. „Gewiss gibt die Zusage, Gott öffne in seiner begleitenden Gegenwart jeder Leidensgeschichte ein Tor zum Licht, vielen leidenden Menschen Trost und Hoffnung“, so Bischof Fürst. „Lumen fidei“ betone, dass der Dienst des Glaubens am Gemeinwohl immer ein Dienst der Hoffnung sei, die vorwärts blicke. Somit bedeute das päpstliche Lehrschreiben auch für die Diözese Rottenburg-Stuttgart, die in Gemeinschaft ihr Profil als diakonische Ortskirche stärken wolle, wertvolle Orientierung und Stärkung.