Brot als Symbol der Gegenwart Gottes

Das Brot trage in vielfacher Weise zu einem gelingenden Leben bei, sagte der Bischof. Als Grundnahrungsmittel diene es der Sättigung. Besonders in Ländern in denen Armut und Hunger herrsche, sei das Brot überlebensnotwendig. Des weiteren verweise es auf ein Leben über das irdische hinaus. Es stille den Hunger und Durst nach einem Leben in Frieden und Gerechtigkeit.

Das Brot sei Symbol für die Gegenwart Gottes, so Fürst weiter: „Das Brot ist Zeugnis des innersten Sinns unseres Lebens, in ihm kommt Jesus Christus zu uns selbst.“ Jesus selbst habe die Tradition des Brotbrechens aufgegriffen und in einen neuen Sinnzusammenhang gestellt. In der Eucharistie ist Jesus Christus, der sich nach dem Johannesevangelium als „Brot des Lebens“ bezeichnet hat, selbst präsent. „Im Brechen des Brotes feiern wir nicht nur die Frucht unserer Arbeit, wir selbst werden durch Jesus Christus zum Brot für die Welt.“

Im Anschluss an den Gottesdienst segnete Bischof Gebhard Fürst das Brot, das die Bäcker der Region zum Altar gebracht hatten.

Jedes Jahr am Erntedankfest findet in Brixen der Brotmarkt statt. Als Zeichen des Dankes bieten die Bäcker ihre Produkte, wie Brot, Strudel und anderes traditionelles Gebäck der Bevölkerung an.

Brixen ist die erste Station der sechstägigen Pilgerreise des Bischofs mit dem Presseclub Tübingen nach Assisi. Am Montag wird Bischof Fürst dort eine Gruppe von Fahrradfahren der Aktion „Ein Haus in Assisi“ aus Stuttgart empfangen. Am Abend wird er anlässlich des Franziskusfestes zusammen mit dem Präsidenten, den Bürgermeistern der gastgebenden Region und den Mitgliedern der Franziskanischen Gemeinschaft in Santa Maria degli Angeli am feierlichen Einzug in die Basilika und an der liturgischen Feier des „Transitus“ teilnehmen.