„Brot der Zeit und Rosen der Zuwendung“

Nach dem Vorbild der vor 800 Jahren geborenen Elisabeth würden sie „das Brot ihrer Zeit und Kraft geben und die Rosen der Zuwendung teilen“, sagte der Bischof am Sonntag im Rottenburger Dom in einer Feier zum Abschluss des Elisabethjahrs 2007 unter dem Motto „Elisabeth bewegt“. Karitativ engagierte Christen leisteten einen heilsamen Beitrag für die Menschlichkeit in der Gesellschaft, in Altenhilfe-Einrichtungen, Krankenhäusern, Sozialprojekten, Besuchsdiensten und Hospizen. Mit ihrem radikalen Einsatz für Kranke und Sterbende habe die Elisabeth „in großartiger und bis heute wahrhaft bewegender Weise“ Zeugnis abgelegt für das Evangelium, so Bischof Fürst vor rund 400 Zuhörern.

Die 1207 in Ungarn geborene und bereits 1231 gestorbene Elisabeth von Thüringen gilt als eine der populärsten Heiligen. Bereits vier Jahre nach ihrem Tod im Alter von nur 24 Jahren wurde sie heiliggesprochen. Vierjährig war sie an den thüringischen Hof gekommen; 1221 heiratete sie den Landgrafen Ludwig IV. Ihr Gatte starb auf einem Kreuzzug 1227. Danach lebte Elisabeth in Marburg, wo sie sich aufopferungsvoll um Kranke und Sterbende kümmerte und ein Armenspital gründete.

Bundesweit beendet wurde das Elisabethjahr am Sonntag in der thüringischen Landeshauptstadt Erfurt. Der Namenstag der heiligen Elisabeth, die als Vorbild der karitativ ehrenamtlichen tätigen Katholiken gilt, ist der 19. November. Viele der karitativ ehrenamtlich Engagierten arbeiten im Verband der Caritaskonferenzen Deutschlands (CKD) zusammen. Die CKD Rottenburg-Stuttgart bestehen aus 242 Gruppen mit insgesamt 6.500 Ehrenamtlichen, die in Kirchengemeinden und kirchlichen Sozialeinrichtungen mitwirken. Im Elisabethjahr gab es zahlreiche Gelegenheiten, sich mit dem Leben der Heiligen zu befassen. Zum Programm gehörten unter anderem Pilger- und Wallfahrten, Vorträge, Führungen und Ausstellungen.