Caritas als glaubwürdiges Gesicht der Kirche in der Krise

Rottenburg/ Stuttgart. 25. Oktober 2013. .„Wir sind als Kirche nur glaubwürdig, wenn wir uns in die Notsituation der Menschen hineinversetzen“, das sagte Bischof Gebhard Fürst am Donnerstag in Stuttgart bei einem Treffen mit den acht karitativen Fachverbänden* der Diözese Rottenburg-Stuttgart. Er sicherte im Rahmen eines Austausches zur Caritas-Kampagne 2013, „Familie schaffen wir nur gemeinsam“, seine persönliche Unterstützung sowie die Anwaltschaft der Diözese für Familien zu.

„Die Caritas ist das glaubwürdige Gesicht unserer Kirche in der aktuellen Krise“, sagte Gebhard Fürst. Dies unterstreichen die Zahlen in der Diözese: Zu den über 30.000 hauptamtlichen Caritas-Mitarbeitern kommt dieselbe Zahl an ehrenamtlich Tätigen in der Diözese dazu. Allein in den acht Fachverbänden leisteten im Jahr 2012 über 16.000 Personen etwa 1,5 Millionen Stunden ehrenamtliche Arbeit.

Bischof Fürst sicherte den Vertretern der Verbände zu, auch weiterhin finanzielle Mittel für die individuelle Familienhilfe bereit zu stellen. Im Jahr 2012 wurden in über 3700 Anträgen knapp 1, 4 Millionen Euro aus diözesanen Stiftungen und Fonds genehmigt.

„Wenn ich von einer diakonischen Ortskirche spreche, dann bedeutet dies, dass die Diözese auch in Zukunft eine Anwältin vor allem für Familien sein wird. Familienleben heute ist ebenso bunt wie herausfordernd, aber auch fragil und bedroht. Hier müssen wir ganz flexibel auf die Bedarfe achten“, sagte Bischof Fürst. Er habe kein romantisch, traditionalistisches Familienbild, ergänzte er. „Wir unterstützen gleichwohl auch Alleinerziehende wie Patchwork-Familien“. Dies stehe nicht im Gegensatz dazu, dass er nach wie vor ein Leitbild gelungenen Familienlebens aufrecht erhalte.

* Zu den acht karitativen Fachverbänden der Diözese gehören: Sozialdienst katholischer Frauen, IN VIA - Katholischer Verband für Mädchen- und Frauensozialarbeit, Kreuzbund, Caritas-Konferenzen Deutschland, Zukunft Familie, Familienerholungswerk, Vinzenzkonferenzen, Malteser.

Manuela Pfann