Christliches Erbe hat für Europa politische Bedeutung

In dieser Situation seien die Kirchen in Europa eine klärende Antwort und einen konstruktiven Beitrag zur Gestaltung der Zukunft Europas schuldig. Dies hat der Bischof der Diözese Rottenburg-Stuttgart, Gebhard Fürst, am Freitag in einem Vortrag im oberschwäbischen Jordanbad bei Biberach betont. Veranstalter war die St. Elisabeth-Stiftung in Bad Waldsee.

Das „Politikpotenzial des christlichen Glaubens“ werde oft unterschätzt, gab Bischof Fürst zu bedenken. Die Entchristlichung vieler europäischer Gesellschaften bedeute keine politische Funktionslosigkeit des christlichen Glaubens. Das Christentum habe zwar sein religiös-weltanschauliches Monopol verloren, „kaum aber seinen legitimen Ort – geschweige denn seinen Sinn“, betonte der Bischof.