Christus im notleidenden Mitmenschen erkennen

Abbé Pierre habe auf konsequente Weise den Auftrag Jesu an die Kirche und jeden Christen umgesetzt, sich an die Seite der Armen und Vergessenen zu stellen. Der französische Priester wurde erstmals einer breiteren Öffentlichkeit bekannt, als er im Winter 1953/54 eindringlich auf das Schicksal der erfrorenen Clochards aufmerksam machte und einen „Aufstand der Güte“ initiierte. Abbé Pierre und die von ihm 1949 gegründete Emmaus-Bewegung, so Bischof Fürst, stehe heute weit über Frankreichs Grenzen hinaus für einen kompromisslosen Einsatz für ein menschenwürdiges Leben auch der Ärmsten und für soziale Gerechtigkeit. Der Name des biblischen Ortes Emmaus sei Programm: Die Jünger von Emmaus hätten den verborgenen Herrn im Sakrament von Brot und Wein erkannt, die Jünger der modernen Gesellschaften müssten seine Gegenwart in den ausgegrenzten und notleidenden Mitmenschen entdecken, betonte der Bischof.