Dank an einen Brückenbauer

„Ich bedaure es sehr, dass es zu diesem Schritt kommen musste“, sagte Bischof Fürst, der sich zurzeit auf einer Pastoralreise in Südafrika befindet. Zugleich, so Bischof Fürst, habe er großen Respekt vor dieser Entscheidung, so wie er stets großen Respekt vor der Person, dem Amt und der Amtsführung Kardinal Lehmanns gehabt habe.

Bischof Fürst betonte, er schätze seinen bischöflichen Mitbruder als eine Persönlichkeit, die theologische Kompetenz von internationalem Rang sowie Dialogfähigkeit in sich vereinige. „Kardinal Lehmann hatte als Vorsitzender der DBK die Fähigkeit, Richtung weisend in unsere Gesellschaft, Politik und Kultur und ebenso in die Kirche hinein zu sprechen“, sagte Bischof Fürst. Die Zeit seines Vorsitzes in der DBK sei eine bedeutende Epoche der katholischen Kirche in Deutschland. Kardinal Lehmann habe ganz wesentlich dazu beigetragen, dass die katholische Kirche in Deutschland heute weit über ihren eigenen Raum hinaus hohes Ansehen genieße.

Besonders dankbar, so Bischof Fürst, sei er als Geistlicher Assistent des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), dass Kardinal Lehmann den Laienkatholizismus stets nachhaltig unterstützt und denjenigen Solidarität erwiesen habe, die sich in der Kirche engagieren. „Kardinal Lehmann war für das ZdK ein Brückenbauer und eine Person des Vertrauens“, sagte der Bischof. Dafür danke er ihm ausdrücklich; ohne das Engagement von Laien sei das Leben der Kirche heute unvorstellbar.

In großer Redlichkeit, so Bischof Fürst, habe sich Kardinal Lehmann als Vorsitzender der DBK um das ökumenische Miteinander bemüht und sich darin große Verdienste erworben. Das gemeinsame ökumenische Zeugnis sei für eine glaubwürdige Verkündigung des Evangeliums für die heutige Gesellschaft von zentraler Bedeutung. Dafür sei Kardinal Lehmann stets ein verlässlicher Garant, sagte Bischof Fürst.