Dank für die weltweite Solidarität der Katholiken in der Diözese

Nach Aussage von Domkapitular Heinz Detlef Stäps, Leiter der Hauptabteilung Weltkirche im Bischöflichen Ordinariat, liegt die Sternsinger-Aktion der schwäbischen Diözese mit einem Ergebnis von mehr als 4,5 Millionen Euro auch in diesem Jahr mit weitem Abstand an der Spitze der deutschen Bistümer. Auch das Spendenaufkommen aus der Diözese für den Deutschen Verein vom Heiligen Land, der sich um die Lage der Christen in Israel und in den Palästinensergebieten kümmert, führt seit Jahren die Liste der deutschen Bistümer an. Im Jahr 2009 waren dies über 214.000 Euro, und in diesem Jahr wird die Marke von rund 210.000 Euro erreicht. Auch für die internationale Entwicklungszusammenarbeit der kirchlichen Hilfswerke Adveniat (2009: 1,93 Mio.), Misereor (2010: 896 T€ Mio.), missio (2010: 315 T€) oder Renovabis (2010: 332 T€) konnte die Diözese Rottenburg-Stuttgart mit ihren Kollektenerträgen jeweils nennenswerte Beiträge leisten. Die leichten Rückgänge, die bei den Kollekten im Jahr 2010 gegenüber den Vorjahren zu verzeichnen sind, werden durch Spenden ausgeglichen, die direkt bei den Konten der kirchlichen Hilfswerke eingehen.

Hinter den Zahlen stünden Menschen, die bereit seien, sich für menschenwürdige Lebensbedingungen in anderen Ländern und Kontinenten zu engagieren und auch unter schwierigeren wirtschaftlichen Bedingungen etwas von ihrem privaten Einkommen für die weltkirchliche Arbeit zur Verfügung zu stellen, betonte Stäps. Dies verdiene Anerkennung und Dank. Ebenso gebühre auch den vielen Ehrenamtlichen großer Respekt, die sich in der Bildungsarbeit für mehr Solidarität in der Einen Welt engagierten oder in Partnerschaftsprojekten mitarbeiteten. Von den über 1.000 Kirchengemeinden der Diözese unterhalten mehr als die Hälfte, also rund 560 Kirchengemeinden, direkte Beziehungen zu Partnern in Afrika, Asien, Lateinamerika sowie Ost- und Südosteuropa. Da viele Gemeinden Mehrfachkontakte pflegten, könne man von weit über 900 Partnerschaftsinitiativen in der Diözese ausgehen, so Stäps.

Der Domkapitular begrüßt es auch ausdrücklich, dass für die bevorstehende Sternsinger-Aktion 2010/2011 Kambodscha als Schwerpunktland ausgewählt worden ist. Er habe anlässlich einer Reise in das südostasiatische Land mit eigenen Augen gesehen, wie viele Kinder und Erwachsene dort Opfer von Landminen geworden und wegen der äußerst eingeschränkten Berufsmöglichkeiten aufs Betteln angewiesen seien. Es sei ein ermutigendes Zeichen, wenn sich hierzulande Kinder mit ihren Altersgenossen dort solidarisierten und sich für diese stark machten, unterstrich Stäps.

Dr. Thomas Broch