Danke Gott für Deine schöne Welt!

Aus dem Staunen über die Schöpfung könne der Mensch Kraft zum Glauben und zur Liebe gewinnen, so der Bischof von Rottenburg-Stuttgart. Wer staune, werde auch erkennen, dass es Gottes Segen brauche, wenn etwas Prachtvolles entstehen solle. „Wir Menschen können viel, aber eben doch nicht alles. Aus der Ehrfurcht wächst Dankbarkeit: Danke Gott für Deine schöne Welt.“ Der Bischof dankte auch dafür, dass es nicht nur Zweckmäßigkeiten und Nützlichkeit in der Welt gäbe, sondern auch Schönheit und Überfluss. Die Landesgartenschau trage dazu bei, dass der Mensch seinen Platz in der Nachfolge Jesu Christi gerne einnehmen könne. Die Dankbarkeit für die Schöpfung sei eine Quelle der Freude, als auch eine Quelle der Ehrfurcht vor der Größe Gottes.

Jeder sei aufgefordert, so der Bischof, dass sich die „Heilkräfte des Glaubens“ in der Gesellschaft entfalten können. Der Garten sei ein Sinnbild für die Welt, in der der Mensch als Gärtner verantwortungsvoll handeln solle. Gerade die aktuellen Bilder aus dem Heiligen Land ließen jedoch daran zweifeln, dass der Mensch wirklich im Stand ist, an Gottes heiler Schöpfung mitzuarbeiten. Auch Jesus Christus, so meinten viele, sei gescheitert. Mit ihm jedoch sei eine ganz andere Wirklichkeit in die Welt gekommen, die nicht rechne, berechne oder abrechne. Es sei Gottes Wirklichkeit, so Bischof Fürst. Gott wende sich den Verlierern, den Verachteten, den Verlorenen und den Sündern zu. „Gott belohnt mit seiner Gegenwart nicht das Perfekte, das Fehlerlose und Untadelige. Er kehrt dort ein mit seiner alles verändernden Gegenwart, wo nach unseren Maßstäben alles verloren scheint.“ Wo Menschen die heilsame Nähe Gottes erlebten, sei etwas vom Reich Gottes erfahrbar. Die Jünger folgten Jesus und auch ihnen gelang Wunderbares. Wo der Mensch sich von anderen mit seinen Fehlern angenommen fühle, verändere er sich, wandle er sich vom engherzigen zum freigebigen Menschen. „Wo Gott nahe ist, verwandelt sich die Welt, verwandeln sich die Menschen“, so Bischof Fürst.