„Dem Ulmer Katholizismus ein vertrauenswürdiges Gesicht gegeben“

Kaupp ist am Samstag, 28. Januar, im Alter von 73 Jahren in einem Neu-Ulmer Krankenhaus verstorben. „Josef Kaupp hat dem Ulmer Katholizismus über Jahrzehnte hinweg ein vertrauenswürdiges, menschlich wertvolles Gesicht gegeben“, so Bischof Fürst. Die Diözese trauere um eine große Seelsorgerpersönlichkeit, deren Fähigkeit zu zwischenmenschlicher Begegnung und deren ökumenisches Engagement vielen in Erinnerung bleiben werde.

Josef Kaupp wurde im November 1938 in Bittelbronn (Kr. Freudenstadt) geboren. Nach der Priesterweihe am 18. Juli 1964 kam er als Vikar an die Kirche St. Michael zu den Wengen in Ulm. Unter Dekan Josef Gantert hatte er dort bereits zuvor ein Praktikum abgelegt. Fast 46 Jahre lang sollte er an der Ulmer Innenstadtkirche wirken, zunächst als Vikar, als Kaplan und als Schuldekan. Im November 1984 wurde ihm dann von Bischof Georg Moser die Wengenpfarrei verliehen. Zum Dekan des damaligen Dekanats Ulm wurde er 1987 gewählt, ein Amt, das er bis 2005 innehatte. Zum 1. August 2010 trat er seinen Altersruhestand an. Im Juni 1998 war Josef Kaupp die Würde eines Päpstlichen Ehrenkaplans (Monsignore) verliehen worden.

Der Trauergottesdienst für Msgr. Josef Kaupp wird am Freitag, 3. Februar, 10.30 Uhr, von Dekan Matthias Hambücher in der Ulmer Wengenkirche zelebriert. Die Predigt hält der Studienkollege und langjährige Generalvikar der Diözese Rottenburg-Stuttgart, Prälat Werner Redies. In Kaupps Schwarzwälder Heimatort Bittelbronn findet am Samstag, 4. Februar, um 10.30 Uhr, in der Pfarrkirche St. Georg ein Trauergottesdienst statt. Anschließend wird er auf dem dortigen Friedhof zu Grabe getragen.

Dr. Thomas Broch