Demenz-Kranke in ihrer Würde achten

Sie hätten ein Recht darauf, unter Bedingungen zu leben, die ihren spezifischen Bedürfnissen gerecht werden und in denen sie in ihrer unantastbaren Würde geachtet werden. Altersforschung, Gerontologie und Pflege hätten in den vergangenen Jahren beachtliche Erkenntnisfortschritte gewonnen und in die Praxis umgesetzt, wie die Lebensqualität von Menschen mit Demenz unterstützt und verbessert werden kann. Auch hervorragende belletristische Werke trügen dazu bei, dass in der Gesellschaft ein neues Bild entstehe, das den betroffenen Menschen besser gerecht werde. Bischof Fürst machte darauf aufmerksam, dass die Seelsorge ein besonderes Augenmerk auf die Angehörigen der rund 1,2 Millionen Demenzkranken in Deutschland richten müsse. Sie verdienten ebenso wie die in der Pflege Tätigen höchsten Respekt vor ihrer Leistung und solidarische Unterstützung.


Menschen mit der Diagnose Demenz erfahren große Aufmerksamkeit bei der Entwicklung pastoraler Konzepte in der Diözese Rottenburg-Stuttgart. So steht das Projekt „Pastoral in der vierten Lebensphase“ und zu einem großen Teil auch die Tätigkeit des Forums katholische Seniorenarbeit unter dem Anspruch, in den Kirchengemeinden ein neues Klima für Menschen in dieser Lebenssituation und für ihre Angehörigen zu schaffen. Nicht zuletzt geht es darum, dem düsteren Bild von Demenz eine Sicht entgegen zu setzen, die auch die lebensbejahenden Aspekte und Möglichkeiten wahrnimmt.

Dieses Anliegen greifen Titel und Inhalt einer Werkmappe zum Thema Demenz auf, die das Projekt „Pastoral in der vierten Lebensphase“ und das Forum katholische Seniorenarbeit am Mittwoch, 21. September, vorstellen: „Ich träume von einem Land, in dem Demenz Leichtigkeit bekommt“. Dieses Werkheft, das sich in verschiedenen Ansätzen dem Thema nähert, versteht sich als „niederschwellig“. Es ist geschrieben für Betroffene, Angehörige, Freunde und Interessierte, aber auch für Mitglieder von Kirchengemeinden. Es will Berührungsängste mindern und Ideen für ein solidarisches Miteinander präsentieren.

Kontakt: Christine Czeloth-Walter, Geschäftsführung Forum Katholische Seniorenarbeit, Jahnstr. 30, 70597 Stuttgart, Tel 0711 9791 282, E-Mail: CCzeloth(at)bo.drs.de