Den Menschen den Blick für Christus öffnen

In einem persönlichen Glückwunschschreiben zum 85. Geburtstag des Papstes am 16. April schreibt der Bischof, es gehe Papst Benedikt stets darum, dass sich der Glaube vor der Vernunft ausweisen können müsse. Umgekehrt müsse „menschlicher Logos sein Maß und seine Wahrhaftigkeit im göttlichen Logos finden“. Sein Pontifikat sei geprägt von dem Anliegen, den Blick der Menschen für Jesus Christus und für das innere Wesen von Glauben und Kirche zu öffnen.

Bischof Fürst erinnerte in seinem Brief an die Verbundenheit des Papstes mit dem deutschen Südwesten und mit der Diözese Rottenburg-Stuttgart. Viele Priester und Theologen in der Diözese erinnerten sich daran, wie der Dogmatikprofessor Joseph Ratzinger seiner Tübinger Hörerschaft in den Jahren 1966 bis 1969 eine vom Geist des Zweiten Vatikanischen Konzils inspirierte Theologie vermittelt habe, so der Bischof. Sein 1968 erschienenes Buch „Einführung in das Christentum“ gehöre zum geistigen Rüstzeug dieser Theologengeneration und habe deren Glauben und Denken geprägt.

Dr. Thomas Broch