Diakonatszentrum zeichnet Caritasprojekte weltweit aus

Zum zweiten Mal in seiner 52-jährigen Geschichte zeichnet das Internationale Diakonatszentrum (IDZ) weltweit herausragende diakonische Projekte aus. Der Rottenburg-Stuttgarter Bischof Gebhard Fürst, Protektor des IDZ, überreicht die Preise am Samstag (9. September) beim Studienkongress des Diakonatszentrums, der vom 7. bis 10. September im französischen Wallfahrtsort Lourdes stattfindet. Der mit insgesamt 6.000 Euro ausgestattete Preis wird alle vier Jahre verliehen. Zwölf Projektträger aus elf Ländern bewarben sich, drei Projekte werden prämiert. Das IDZ vergibt die Preisgelder in Höhe von 3000, 2000 und 1000 Euro.

Mehr als 200 Personen aus allen Kontinenten und 30 Ländern nehmen an dem Treffen teil. Gewählt wird in Lourdes ein neuer Vorstand samt Präsident. Er wird den seit acht Jahren amtierenden Theologen und Psychologen, Diakon Klaus Kießling (55), ablösen. Bereits jetzt steht fest, dass der neue Präsident auf keinen Fall aus Europa kommen wird. Prominentester Gast auf dem Kongress ist Kardinal Luis Antonio Tagle, Präsident von Caritas Internationalis, weltweite Dachorganisation aller nationalen Caritas-Hilfswerke. Weitere Referenten sind außer IDZ-Protektor Bischof Fürst unter anderen Etienne Grieu, Jesuit und Leiter der einzigen ordenseigenen Hochschule in Frankreich. In den vergangenen Jahren veröffentlichte er profunde Beiträge zur Zukunft der Kirche. Der südafrikanische Weihbischof Joao Rodriguez wird mit Verantwortlichen der dem IDZ nahestehenden Stiftung Diaconia Christi Internationalis über ein digital gestütztes Ausbildungskonzept für Diakone („eLearning“) im Süden Afrikas sprechen.

Das IDZ wurde 1965 nach einem Studienkongress in Rom gegründet. Seine Geschäftsstelle ist in Rottenburg/Neckar, Schirmherr der Rottenburger Bischof Gebhard Fürst. Auf dem Zweiten Vatikanischen Konzil wurde das Amt des Diakons, das auch verheirateten Männern offensteht, als eigene hierarchische Stufe in der katholischen Kirche wiederhergestellt. Die weltweit ersten Ständigen Diakone wurden 1968 in den Diözesen Köln und Rottenburg geweiht, bereits drei Jahre nachdem das IDZ als kirchlich anerkannter Verein in Rom gegründet worden war. Weltweit gibt es derzeit 46.500 Ständige Diakone in 130 Ländern.

Hinweis: Weitere Informationen im Internet unter http://diaconia-idz.org/