Diakone Brückenbauer zwischen Menschen und Kulturen

Rom/Rottenburg. 26. Oktober 2015. Am Ende des Jubiläumskongresses in Rom zum 50-jährigen Bestehen des Internationalen Diakonatszentrums (IDZ) hat dessen Präsident Klaus Kießling eine positive Bilanz gezogen. Noch nie seien so viele Diakone aus so vielen Ländern an einem Ort zusammengekommen, sagte Kießling am Montag. In Rom hatten sich bis Sonntag mehr als 500 Diakone und ihre Ehefrauen aus 40 Ländern von allen fünf Kontinenten zu einem viertägigen Kongress getroffen.

Auf dem Kongress in Rom habe sich die enorme Vielfalt der Arbeit von Diakonen weltweit gezeigt, so Kießling. Diakone sollten Brückenbauer zwischen Menschen und Kulturen sein und die Türen zu allen menschlichen Lebensbereichen, besonders zu den Ausgegrenzten und Vergessenen, offen halten. Der IDZ-Präsident dankte Papst Franziskus für dessen Grußwort an die Diakone. Der Papst hatte sie aufgefordert, als Botschafter Christi alles Herrische abzulehnen und menschliche Rangordnungen auf den Kopf zu stellen. So kann laut Kießling „die Vision unseres Papstes von einer diakonischen Weltkirche mehr und mehr Wirklichkeit werden“.

Das IDZ wurde 1965 nach einem Studienkongress in Rom gegründet. Seine Geschäftsstelle ist in Rottenburg/Neckar, Schirmherr der Rottenburger Bischof Gebhard Fürst. Auf dem Zweiten Vatikanischen Konzil wurde das Amt des Diakons, das auch verheirateten Männern offen steht, als eigene und beständige hierarchische Stufe in der katholischen Kirche wieder hergestellt. Die weltweit ersten Ständigen Diakone wurden 1968 in den Diözesen Köln und Rottenburg geweiht, bereits drei Jahre nachdem das IDZ als kirchlich anerkannter Verein in Rom gegründet worden war. Weltweit gibt es derzeit 43.000 Ständige Diakone in über 130 Ländern.