Diakone Gesichter einer dienenden Kirche

Rottenburg/Sancey-le-long. 6. Mai 2017. Als unverzichtbar für die Kirche hat Bischof Gebhard Fürst das Amt des Diakons herausgestellt. Bei der Feier zum 20-jährigen Bestehen der Partnerschaft zwischen den Diakonen der Diözese Rottenburg-Stuttgart und deren Amtsbrüder in den französischen Diözesen Besançon, Belfort und St. Claude betonte Bischof Fürst am Samstag in Sancey-le-long bei Besançon, Diakone würden einer „dienenden Kirche ein Gesicht in den Familien, den Gemeinden, in der Gesellschaft und in der Arbeitswelt“ geben. Mit ihrer Partnerschaft zeigten die deutschen und französischen Diakone, dass Kirche nicht an nationalen Grenzen Halt mache. Sie sei immer Weltkirche.

Der Diakon weite immer wieder den Horizont der Kirche, sagte Bischof Fürst, indem er als Stellvertreter der Armen „Not in den Winkeln der Gemeinde und an ihren Rändern aufspürt und die Barmherzigkeit Jesu Christi zu den Menschen bringt“. Kirche müsse von ihrem Auftrag her diakonisch sein und sich bewähren, indem sie „in die Gesellschaft hineinwirkt und die Schwächsten, Ärmsten und Verlierer aus der Peripherie herausholt“.

In der Diözese Rottenburg-Stuttgart weihte der damalige Bischof Carl Joseph Leiprecht 1968 erstmals neun verheiratete Männer zu Diakonen und belebte damit diese alte kirchliche Amt in seiner Diözese neu. Derzeit sind in der württembergischen Diözese 291 Diakone in der Seelsorge tätig. An Pfingsten werden sechs neue Diakone geweiht. Deutschlandweit sind rund 2.400 Diakone aktiv, davon 1.500 im Zivilberuf und 900 im Hauptberuf.