Diakonenweihe im Rottenburger Dom

Den Weihegottesdienst feiert Bischof Joseph Nduhirubusa von der Diözese Ruyigi in Burundi mit, der sich aus Anlass des 50-jährigen Bestehens von MISEREOR in der Diözese Rottenburg-Stuttgart aufhält. Die jungen Männer, von denen einige vor ihrem Theologiestudium bereits in anderen Berufen tätig waren oder andere Ausbildungen und Studien absolviert haben, sind im September 2007 in das Priesterseminar der Diözese Rottenburg-Stuttgart eingetreten, um sich auf ihren künftigen Beruf als katholische Priester vorzubereiten. Für ihren Weihegottesdienst haben sich die angehenden Diakone das Bibelwort von der Nächstenliebe, die sogar die Feindesliebe einschließt, ausgewählt, um deutlich zu machen, dass der Dienst des Diakons in besonderer Weise durch karitatives Handeln geprägt ist. Nach der Weihe werden die Diakone zunächst für ein Jahr in einer Seelsorgeeinheit bzw. in einer Kirchengemeinde seelsorgspraktische Erfahrungen erwerben. An welche Einsatzorte sie entsandt werden, erfahren die angehenden Seelsorger am Sonntag in einem persönlichen Gespräch mit Bischof Gebhard Fürst. Nach einer weiteren Ausbildungsphase im Priesterseminar im Anschluss an das Diakonatsjahr erfolgt die Priesterweihe.

Dies sind die künftigen Diakone:

Ronald Bopp, 30 Jahre alt, wurde in Wangen im Allgäu geboren und ist in Vogt bei Ravensburg aufgewachsen. In Ravensburg hat er auch 1997 das Abitur gemacht. Nachdem er im bischöflichen Studienkolleg Ambosianum in Ehingen an der Donau Kenntnisse in alten Sprachen erworben hatte, studierte er in Tübingen und in London katholische Theologie. Vor seinem Eintritt ins Rottenburger Priesterseminar bekam er in einem viermonatigen Praktikum in Ulm bereits konkrete Einblicke in die Seelsorgstätigkeit.

Jens Peter Brodbeck wurde im März 1970 in Stuttgart geboren und wuchs in Ditzingen auf, wo er auch bis zum Abitur im Jahr 1989 die Schule besuchte. In den folgenden Jahren leistete er zunächst Zivildienst und war danach, neben dem Studium, vier Jahre lang im Rettungsdienst tätig. Von 1990 bis 1996 studierte er in Stuttgart „technisch orientierte Betriebswirtschaftslehre“ und arbeitete danach fünf Jahre lang als Produktmanager in der Telekommunikationsbranche in Kerpen am Niederrhein, Bonn und Stuttgart. Danach, im Jahr 2001, besuchte er für ein Jahr zum Erlernen alter Sprachen das bischöfliche Studienkolleg Ambrosianum in Ehingen an der Donau, um zwischen 2002 und 2007 in Tübingen und Rom katholische Theologie zu studieren.

Andreas Gälle, im März 1981 geboren, ist im oberschwäbischen Meckenbeuren aufgewachsen und hat in Ravensburg das Abitur gemacht. Nach einem einjährigen Aufenthalt zum Erlernen der alten Sprachen am bischöflichen Studienkolleg Ambrosianum in Ehingen an der Donau hat er zwischen 2002 und 2007 in Tübingen und in Rom katholische Theologie studiert. Einen besonderen wissenschaftlichen Schwerpunkt hat er auf das Fach Kirchengeschichte gelegt, dem seine Diplomarbeit galt.

Hansjörg Häuptle ist im Oktober 1978 in Ludwigsburg geboren und in Kornwestheim aufgewachsen. Nach dem Abitur im Jahr 1998 leistete er zunächst Zivildienst in einer Einrichtung der Altenpflege, um dann katholische Theologie und zusätzlich Deutsch und Kunstgeschichte zu studieren. Seinen wissenschaftlichen Schwerpunkt legte er auf das Fach Praktische Theologie.

Sebastian Kothe (31) ist im niedersächsischen Bückeburg aufgewachsen. Nach dem Abitur studierte er in Bonn und Tübingen katholische Theologie und schloss in Tübingen mit dem theologischen Diplom ab. Anschließend fügte er noch vier Semester Betriebswirtschaftslehre und Philosophie in Chemnitz an. Vor seinem Eintritt ins Rottenburger Priesterseminar erwarb er sich seelsorgspraktische Erfahrungen bei Gemeindepraktika in Laatzen in Niedersachsen und in Tübingen.

Wolfgang Metz wurde im März 1978 in Wangen im Allgäu geboren und ist in Heggelbach bei Leutkirch aufgewachsen. Das Abitur absolvierte er im Jahr 2000 am Technischen Gymnasium in Leutkirch, um anschließend seinen Zivildienst im Rettungsdienst zu leisten. In den Jahren 2001-2002 erlernte er am bischöflichen Studienkolleg Ambrosianum in Ehingen an der Donau alte Sprachen, zwischen 2002 und 2007 studierte er in Tübingen und Rom Theologie. Seine Diplomarbeit in Praktischer Theologie widmete sich dem Thema: „Die Musik drückt das aus, was nicht gesagt werden kann und worüber es unmöglich ist zu schweigen. Eine Auseinandersetzung mit der Musik aus anthropologischer, soziologischer und theologischer Perspektive“.

Michael Alois Ott, 29 Jahre alt, ist in Schramberg geboren und in Aichhalden im Kreis Rottweil aufgewachsen. Nach dem Abitur im Jahr 1998 in Rottweil leistete er zunächst einen 13-monatigen Zivildienst in der Stiftung St. Franziskus Heiligenbronn bei Schramberg. Die Kenntnis alter Sprachen erwarb er sich am bischöflichen Studienkolleg Ambrosianum in Ehingen an der Donau. Katholische Theologie studierte er in Tübingen und in Toulouse. Während des Studiums arbeitete er als Pflegehelfer in einem Tübinger Altenpflegeheim. Bevor er ins Rottenburger Priesterseminar eintrat erwarb er sich in einem einjährigen Pastoralpraktikum in der Seelsorgeeinheit Freudenstadt-Alpirsbach erste seelsorgerliche Erfahrungen.

Patrick Stauß wurde im März 1981 in Ehingen an der Donau geboren und lebte dort, bis die Familie 1991 nach Schelklingen zog. Die Schelklinger Herz-Jesu-Pfarrei ist heute seine Heimatgemeinde. Das Abitur absolvierte er im Jahr 2000 in Blaubeuren, gefolgt vom Zivildienst in einer Ulmer Kinder- und Jugendhilfeeinrichtung. Nachdem er am bischöflichen Studienkolleg Ambrosianum in Ehingen an der Donau Kenntnisse in alten Sprachen erworben hatte, studierte von 2002 bis 2007 in Tübingen katholische Theologie. Ein vierwöchiges Gemeindepraktikum absolvierte er in Reutlingen-Bettringen.