Diakonisch weltweit vernetzt

Der aus Fürstenau bei Osnabrück stammende Theologe löst Erik Thouet (52) ab, der Bischöflicher Beauftragter für den Diakonat in der Diözese Rottenburg-Stuttgart geworden ist. Bischof Gebhard Fürst ist Protektor des weltweit vernetzten IDZ.

Sander arbeitete von 1990 bis August dieses Jahres als Referent beim Weihbischof in Osnabrück; seit Ende der 90er Jahre ist er Referent für die Ausbildung der Ständigen Diakone in der Diözese Osnabrück. Mehrere Jahre unterrichtete er Religion an der Berufsschule. Seine Doktorarbeit schrieb der Vater von drei Kindern über die Identität des Diakons. Zum Thema Diakonat veröffentlichte er mehrere Bücher, darunter den 2008 im Herder-Verlag erschienenen Titel „Das Amt des Diakons - Eine Handreichung“. Die IDZ-Geschäftsführung ist mit einer halben Stelle ausgestattet. Am Freitag besucht Sander ein IDZ-Projekt im indischen Mumbai und trifft dort die zwölf Männer, die als erste in Indien zu Diakonen geweiht wurden.

Nach IDZ-Angaben gibt es derzeit rund 36.000 Ständige Diakone in 130 Ländern, 98 Prozent von ihnen in Europa und auf dem amerikanischen Kontinent. Auf dem Zweiten Vatikanischen Konzil wurde das Amt des Diakons, das auch verheirateten Männern offen steht, als eigene und beständige hierarchische Stufe in der katholischen Kirche wieder hergestellt. Die weltweit ersten Ständigen Diakone wurden 1968 in den Diözesen Köln und Rottenburg geweiht.

Hinweis: http://www.idz-drs.de

Uwe Renz