„Die Liebe Christi mit Geist, Herz und Verstand verkünden“

Die Neupriester sind Stefan Fischer (27), Renningen-Malmsheim, István Gegö (43), Bad Mergentheim, Stefan Karbach (46), Wernau, Alin Kausch (35), Neuhausen auf den Fildern, Martin Mayer 35), Ochsenhausen, Jörg Sauter (29), Albstadt-Ebingen, Markus Scheifele (29), Staig-Steinberg und Reiner Stadlbauer (37), Geislingen-Eybach.

Priester zu sein, betonte Bischof Fürst in seiner Predigt, bedeute, „Anteil an Christus zu haben“. Das heiße, beauftragt und befähigt zu werden, „Christus darzustellen in der Vollgestalt seiner Liebe“. Es gehe darum, sagte der Bischof, die „in Christus uns leibhaft begegnende Liebe Gottes mit Geist, Herz und Verstand“ zu verkünden. Wenn die mit der Priesterweihe verliehene Vollmacht verstanden werde als ein Auftrag, „den Verlorenen, den Verletzten, Niedrigsten in Liebe zu begegnen“, dann sei diese „Bestimmung nicht anmaßend“, so Bischof Fürst. Mit Berufung auf den Bibeltext von den „Emmaus-Jüngern“, den die Weihekandidaten für diesen Gottesdienst ausgewählt hatten, wies der Bischof darauf hin, dass die Anwesenheit Christi oft unerkannt bleibe. Aber er sei immer mit auf dem Weg, „auch wenn wir es nicht wissen und ahnen“. Den Emmaus-Jüngern seien beim Brotbrechen die Augen dafür geöffnet worden, wer ihr Wegbegleiter gewesen sei; und sie seien ausgesandt worden, um allen die Auferstehung des gekreuzigten Jesus weiter zu sagen. Mit der Priesterweihe sei der Auftrag verbunden, die Eucharistie, die Feier des Abendmahls, zu leiten. Diese Feier müsse auch heute bedeuten, dass den Menschen die Augen aufgehen „für die liebende Hingabe Jesu für uns Menschen, für die Sünder, die Kranken, für die Verletzten und in Not Geratenen, für die Traurigen“, sagte der Bischof. Die Priesterweihe mache sie zu „Gesendeten, zu Zeugen seines Lebens unter den Menschen“, sagte Bischof zu den Neupriestern.