"Die Liebe Gottes auf den Punkt bringen"

Bei der anschließenden Abendveranstaltung, die wie der Gottesdienst von der indischen Tanzgruppe Utkal Vani mitgestaltet wurde, überreichte Bischof Fürst den Partnerschaftspreis der Diözese an die Katholische Seelsorgeeinheit Oberes Gäu für ihre Öffentlichkeitsarbeit im Rahmen ihrer Partnerschaft mit der Diözese Matadi in der Demokratischen Republik Kongo.

In seiner Laudatio auf die ausgezeichneten Initiativen sagte Domkapitular Dr. Klaus Krämer, Leiter der Hauptabteilung Weltkirche im Bischöflichen Ordinariat, die sechs zu dieser Seelsorgeeinheit gehörenden Gemeinden, Baisingen, Ergenzingen, Eutingen, Göttelfingen, Rohrdorf und Weitingen hätten eine Öffentlichkeitsarbeit wie aus dem Lehrbuch geleistet. Zu diesem Urteil müsse man unweigerlich kommen, wenn man die Bewerbungsmappe samt DVD und Videofilmen der Partnerschaft des Katholischen Pfarrverbands Ergenzingen-Eutingen studiert habe. Die Gemeinden verbindet seit dem Jahr 2000 eine Partnerschaft mit der Diözese Matadi in der Demokratischen Republik Kongo, wobei die Ursprünge in Eutingen sogar bis 1989 zurückreichen. "Seitdem ist es zu mannigfaltigen Hilfeleistungen, u. a. in den Bereichen Gesundheits- und Jugendarbeit, Ernährung und Landwirtschaft gekommen", sagte Krämer, "und eben auch zu ganz außergewöhnlichen Maßnahmen der Öffentlichkeitsarbeit."

Der zweite Preis ging an die Kirchengemeinde St. Kilian in Markelsheim für ihre Öffentlichkeitsarbeit im Rahmen ihrer Partnerschaft mit der Dorfgemeinde Teteman in Ghana. Den dritten Preis teilten sich die Kirchengemeinde St. Magnus in Wernau für ihre Partnerschaft mit den St. Anna Schwestern in Ranchi, Indien und die Kirchengemeinde Heilig Geist in Schorndorf für ihre Öffentlichkeitsarbeit im Rahmen ihrer Südafrikanisch-Deutschen Jugendpartnerschaft .

Der Partnerschaftspreis der Diözese Rottenburg-Stuttgart wird seit 2001 verliehen. Er ist mit 2.500 Euro für den ersten Preis, 1.500 Euro für den zweiten und 1000 Euro für den dritten Preis dotiert. Eine siebenköpfige Jury aus Vertretern des Diözesanrats und der Hauptabteilung Weltkirche wählte aus den 24 Bewerbern aus. Ausgezeichnet werden Gemeinden, Gruppen oder Verbände," die ein besonderes partnerschaftliches Engagement vorweisen können, die kreativ und innovativ, ideenreich und pfiffig sind, die ebenso anspruchs- wie wirkungsvoll gearbeitet haben." Dies kann sich beziehen auf Maßnahmen der Pressearbeit und Werbung in eigener Sache, aber auch auf Lobby- und Bildungsarbeit oder gar auf die Entwicklung von Methoden und Konzepten der Öffentlichkeitsarbeit, eines unverwechselbaren Profils oder Erscheinungsbildes der Partnerschaft.

Unter dem Motto "Die Liebe Gottes auf den Punkt bringen" ruft das Internationale Katholische Missionswerk missio in diesem Jahr zu Gerechtigkeit und Solidarität mit Dalits, den "Kastenlosen" der indischen Gesellschaft, auf. Neben Diskussionen und Vorträgen mit Gästen aus Indien bieten die Darbietungen der Tanzgruppe Utkal Vani Einblicke in die künstlerische Vielfalt der dortigen christlichen Kultur.