Die Perspektive der Betroffenen einnehmen

Rottenburg/Bad Ditzenbach. 1. November 2008. Als Mitarbeiter der Vinzenz Klinik für Rehabilitation und Vorsorge in Bad Ditzenbach hat Bischof Gebhard Fürst am Donnerstag, 30. Oktober, in unmittelbarer Nähe die Begegnung mit kranken Menschen und mit den Mitarbeitenden einer Reha-Klinik erlebt. „Termine wie dieser, bei denen ich im direkten Kontakt mit Menschen bin, ihre Sichtweisen und Probleme kennen lerne, geben mir Impulse für meine Arbeit“, schilderte Bischof Fürst seine Eindrücke. „Sie bieten mir zugleich auch lebensnahes Material für meine Publikationen zu kirchlichen Fragen.“

Der Besuch des Bischofs erfolgte im Rahmen der Aktion „Seitenwechsel“, mit dem die Barmherzigen Schwestern von Untermarchtal, die Trägerinnen der Bad Ditzenbacher Vinzenz Klinik, in diesem Jahr neben anderen Aktivitäten ihr 150-jähriges Bestehen begingen. Der Bischof der Diözese Rottenburg-Stuttgart war der letzte in einer ganzen Reihe von Persönlichkeiten, die „die Seite wechselten“, um auf diese Weise die Perspektive von Betroffenen - von Kranken und ebenso von Mitarbeitenden der Klinik - einzunehmen. Politiker und Prominente aus Wirtschaft und Kultur hatten bereits vor Bischof Fürst an dieser Aktion teilgenommen.

Die Vinzentinerin Schwester Gerlinda bestimmte an diesem Tag den Terminplan des Bischofs. Gemeinsam mit ihr lernte er alle Bereiche der Klinik und die dazu gehörige Vinzenz Therme kennen. Er war außerdem für die Betreuung von vier Patienten der orthopädischen Rehabilitation zuständig, beteiligte sich an der Gymnastiktherapie der Herzpatienten, testete Geräte im Fitnessraum und informierte sich über die zahleichen therapeutischen Möglichkeiten im Thermalbad. Immer wieder nutzte er auch die Gelegenheit zu einem Gespräch mit Patienten und hatte ein offenes Ohr für ihre Anliegen. „Ökonomie und Caritas“ war das Thema eines abschließenden Gesprächs mit Verantwortlichen der Klinik-Leitung.