Dienst an der Sinnfindung und Orientierung junger Menschen

Weil es im Religionsunterricht um persönliche Orientierung und Identitätsfindung gehe, so Bischof Fürst, könne er nur von Personen erteilt werden, die christliche Religion auf Grund eigener Erfahrung darstellten und glaubwürdig lebten. Menschen, die im Namen Jesu und mit seiner Botschaft gesandt seien, seien keine „konturlose Schatten“, sondern „Zeitgenossen, die mit ihrem Profil erkennbar sind, Menschen die durch ihr Leben und ihre Botschaft der Zeit ein glaubwürdiges Zeichen der Hoffnung geben“, betonte der Bischof.

Es sei durchaus möglich, dass diese Botschaft nur schwer Gehör finde. Notwendig sei ein Vertrauen darauf, das sie dennoch überzeuge und die Menschen erreiche, weil sie deren Herzen erreiche, sagte Bischof Fürst. Es gehe daher „um die Gelassenheit und die Haltung, die Wahrheit Jesu als heilsames Angebot, als rettende Alternative in der Gesellschaft anzubieten“.

Junge Menschen hätten dieses missionarische Zeugnis bitter nötig, betonte der Bischof. Oft trauten sie unserer Zeit, der Gesellschaft, der Zukunft und auch sich selbst nicht viel zu. Viele seien ohne Perspektive und Orientierung, bevor sie ihren Lebensweg richtig begonnen hätten. Die jungen Menschen bräuchten daher „keine Verdoppelung ihrer Resignation und Hoffnungslosigkeit“, sondern „das Zeugnis unserer gelebten Hoffnung“ und die „widerständige Erfahrung einer frohen Botschaft vom Leben, das ihnen Sinn und Orientierung geben kann“, sagte der Bischof. Ein profilierter und konturenreicher Religionsunterricht leiste einen wichtigen Beitrag dazu.