Dienst im Geist Jesu Christi

Es sind dies Reiner Dehner (51) aus Geislingen bei Balingen, Stephan Drobny (38) aus Rottweil, Jörg Gebele (40) aus Ulm, Dr. Joachim Meißner (46) aus Lauffen am Neckar, Uwe Renz (52) aus Filderstadt-Harthausen und Andreas Wellner (46) aus Stuttgart.

Dienst im Geist Jesu Christi, dazu hätten sich die angehenden Diakone entschieden, betonte der Bischof. Dieser Geist sei nichts Abstraktes und Unfassbares und stehe nicht für alles und nichts. Er weise vielmehr auf Jesus Christus hin und mache an seinem Leben und Handeln deutlich, dass es darum gehe, den Menschen nahe zu sein, sie aufzurichten, zu stärken und lebendig zu machen. Das Evangelium sei eine „Kunde von heilsamen Worten und wunderbaren Taten an den Menschen“, so Bischof Fürst. Von Jesus von Nazareth gehe ein kraftvoller Geist aus, den die Menschen spüren. „Die Christuserinnerung ist der Maßstab, ob der in den Menschen wirksame, ob der in uns wirksame Geist von Gott stammt oder von unserem eigenen selbstredenden Geist; ob der Geist, aus dem wir handeln, bloß selbstgemachte Ideen, unsere Kopfgeburten sind, oder ob der Geist, der unser Leben prägt, aus Gott stammt“, so Bischof Fürst.

Die sechs künftigen Diakone machten mit dem von ihnen gewählten Leitwort deutlich, dass auch sie ihr künftiges Wirken in diesem Geist gestalten wollten: „Suchen und retten, was verloren ist“. Es gehe im diakonischen Dienst um Leben rettende Begegnungen mit Menschen, die sich zu verlieren drohen und wieder zu sich, zu Gott, zum Leben finden wollen. In keinem anderen Wort werden nach Bischof Fürst die zentralen Dimensionen des Christlichen so zusammengefasst wie im Begriff der Diakonie. Sie sei Aufgabe der ganzen Kirche. „Eine Kirche, die authentisch, glaubwürdig und zeitgemäß ihre Gestalt finden und missionarisch wirken will, wird immer auch eine ausdrücklich diakonische Kirche sein.“ Diakone hielten diese entscheidende Dimension in der Kirche wach, so der Bischof. Sie repräsentierten die Anwaltschaft der Kirche für die Benachteiligten und trügen deren Recht auf ein menschenwürdiges Leben vor den Altar und in die Mitte der Gemeinde. In einer Brückenfunktion nehme der Diakon seinen Platz mitten in der Gemeinde ein und sei zugleich auch dort, „wo Gemeinde nicht, nicht mehr oder noch nicht ist“. Der Diakon sei die personale Erinnerung daran, dass die Kirche nicht aus sich selbst und für sich selbst lebe, sondern „aus der Kraft des Geistes des dienenden Christus“, sagte Bischof Fürst.

Dr. Thomas Broch