"Dolmetscher einer unaussprechlichen Hoffnung“

Dies hat der Weihbischof der Diözese Rottenburg-Stuttgart, Thomas Maria Renz, anlässlich der Weihe des aus dem oberschwäbischen Weingarten stammenden Ordensgeistlichen Frater Joachim Kunz zum Diakon in der Stiftskirche im oberbayerischen Weiyarn betont. Diakon Kunz gehört der Gemeinschaft der Brüder vom Deutschen Haus St. Mariens in Jerusalem (Deutscher Orden) an.

Diakone, so Weihbischof Renz, bezeugten mit ihrem Dienst, dass „die göttliche Ästhetik gerade darin besteht, dass Gott sich in Jesus Christus den eher Unästhetischen zuwendet und sie schön macht“. Mit diesem Dienst stünden sie für eine Kirche, die sich „als Dolmetscherin einer unaussprechlichen Hoffnung, als Brückenbauerin eines Lebens in Fülle in todgeweihtes Terrain“ verstehe, sagte der Weihbischof. Mit ihrer Weihe würden Diakone ausgesandt, „göttliches Licht dorthin zu bringen, so Menschen in Finsternis sind“.
Diakon Joachim Kunz absolvierte nach dem Abitur im Jahr 1977 das theologische Vorseminar Ambrosianum in Ehingen an der Donau und studierte anschließend Katholische Theologie und Rechtswissenschaften in Tübingen, Lyon und Würzburg. Noch teilweise während dieser Studienzeit übte er über drei Jahre hinweg die Tätigkeit eines Vernehmungsrichters am Offizialat der Diözese Rottenburg-Stuttgart aus. Seit dem Jahr 2004 dem Deutschen Orden näher verbunden, trat im Jahr 2006 in diesen ein. Am 14. September 2008 legte er in Weyarn vor dem Prior des Deutschen Ordens, P. Norbert Thüx, das so genannte Oblationsversprechen ab. Er ist derzeit als Seelsorger im Pastoralverbund St. Georg in Lahn/Eder in der Diözese Fulda tätig.

Bilder vom Oblationsversprechen am 14. September 2008 können im Internet unter www.deutscher-orden.de/_filme/Oblation_140908/index.html abgerufen werden.