Domkapitular Rudolf Hagmann zum Prälaten ernannt

In der Würdigung zu dieser Ernennung heißt es, Hagmann gehöre „zu den profiliertesten Priestern der Diözese“ mit hohem Ansehen im Klerus. Er zeichne sich „durch eine tiefgehende, an der Heiligen Schrift und der Tradition der Kirche orientierten Spiritualität aus“. Ein besonderes Anliegen seien ihm Pilgerwege und Wallfahrten. Ferner wird dort ausgeführt: „Seine Beziehungsfähigkeit, seine Zugewandtheit, seine Interesse und seine Liebe zu den Menschen aus dem Geist Jesu heraus ist im Leben und Wirken von Monsignore Hagmann erfahrbar und erlebbar.“ Viele hätten ihn als geistlichen Wegbegleiter gesucht und bei ihm Orientierung für die Lebensgestaltung gefunden. Hervorgehoben wird seine Fähigkeit, Menschen gerade auch in schwierigen Zeiten für das Evangelium und die Kirche zu begeistern und ihnen für die Seelsorge im 21. Jahrhundert Wegweisung anzubieten.
Rudolf Hagmann wurde im Februar 1952 in Mengen (Kr. Sigmaringen) geboren. Von 1973 bis 1978 studierte er katholische Theologie und Pädagogik in Tübingen. Am 17. März 1979 wurde er zum Diakon, am 28. Juni 1980 in der Basilika St. Martin in Weingarten zum Priester geweiht. Seinen priesterlichen Dienst begann er in den Jahren 1980 bis 1983 als Vikar in Villingen-Schwenningen, St. Franziskus, und Böblingen. Von 1983 übernahm er die Aufgabe als Repetent im Priesterseminar in Rottenburg, die er bis zum Jahr 1987 inne hatte. Am 6. September 1987 wurde er für drei Jahre Pfarrer der Kirchengemeinde St. Antonius in Zuffenhausen. Im Jahr 1990 wurde er zum Spiritual am Theologenkonvikt Wilhelmsstift in Tübingen ernannt, 1997 Geistlicher Begleiter der Pastoralassistenten und ein Jahr später wurden ihm die Aufgaben des Spirituals am Priesterseminar anvertraut. Von 2001 bis 2004 war Rudolf Hagmann Pfarrer der Gemeinde Liebfrauen und St. Christina in Ravensburg. Im Jahr 2004 wurde er zum Domkapitular ernannt, ihm wurde die Leitung der Hauptabteilung IV – Pastorale Konzeptionen übertragen.

Als Leiter der Hauptabteilung „Pastorale Konzeption“ ist Monsignore Hagmann zuständig für die Gemeindepastoral, die Strukturen der übergemeindlichen Zusammenarbeit, die Land- und Großstadtpastoral, für die Dekanate und Dekanatsverbände, das kirchliche Meldewesen, die Spiritualität und die Exerzitienarbeit, sowie die kategoriale Seelsorge mit unterschiedlichsten Bereichen und Gruppen.

Seit der Auflösung des sogenannten „Ausländerreferats“ im Bischöflichen Ordinariat hat sich Domkapitular Hagmann die Sache der Gemeinden für Katholiken anderer Muttersprachen besonders zu eigen gemacht und wirbt nachhaltig für eine Kooperation und Gemeinschaft der Ortspfarreien mit den Katholiken aus anderen Ländern, die sich auf Grund der Migration hier niedergelassen haben. Die Gründung so genannter Muttersprachlicher Gemeinden, die Ende 2008 weitgehend abgeschlossen werden konnte, gehörte in den letzten Jahren zu seinen besonderen Aufgabenschwerpunkten.

Aufgrund seiner Verdienste war er bereits am 18. September 2006 zum päpstlichen Ehrenkaplan im Rang eines Monsignore ernannt worden.