Doppelaufgabe in Aachen

Die Berufung des 46-jährigen Priesters und vormaligen Domkapitulars der Diözese Rottenburg-Stuttgart erfolgte bei der Vollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz in Freiburg. Krämer tritt die Nachfolge von Monsignore Winfried Pilz (69) an, der nach zehn Jahren als Präsident des Kindermissionswerks in den Ruhestand geht.

Krämer ist bereits Präsident des Internationalen Katholischen Missionswerks missio in Aachen und Nationaldirektor für die Päpstlichen Missionswerke in Deutschland (außerhalb Bayerns). Ab 1. April wird er in Personalunion Präsident beider Werke sein. Die rechtliche Eigenständigkeit der Hilfswerke bleibt nach Angaben der Bischofskonferenz davon unberührt. „Ich freue mich sehr auf die neue Aufgabe und besonders auf die Zusammenarbeit mit den 500.000 Kindern und den vielen Begleitern während der Sternsingeraktion. Die Kinder und Jugendlichen setzen ein eindrucksvolles Zeichen der Solidarität mit Gleichaltrigen in aller Welt“, so Krämer.

Das Kindermissionswerk „Die Sternsinger“ fördert jährlich rund 3.400 Kinderhilfsprojekte in Lateinamerika, Afrika, Asien, Ozeanien und Osteuropa. In den vergangenen Jahren flossen jeweils über 62,5 Millionen Euro in 119 Partnerländer. „Sternsinger“-Geschäftsführer Dr. Gotthard Kleine freut sich über die Berufung des neuen Präsidenten. „Mit Prälat Krämer gewinnen wir eine starke Persönlichkeit, die sehr viel Erfahrung in der weltkirchlichen Arbeit mitbringt. In der Personalunion sehe ich eine große Chance, unsere Kooperationen zwischen den Werken weiter zu vertiefen.“

In der Diözese Rottenburg-Stuttgart war Krämer bis 2008 Leiter der Hauptabteilung Weltkirche und Diözesandirektor des Kindermissionswerks „Die Sternsinger“. Unter der Mitwirkung zahlreicher Kirchengemeinden erzielt das Bistum Rottenburg-Stuttgart stets höchste Sammelergebnisse bei der Sternsingeraktion.

Uwe Renz