Dringend auf Spenden angewiesen

Rottenburg. 12. November 2014. Mit Kunden der Rottenburger Tafel zum heiligen Martinus hat Bischof Gebhard Fürst den Martinstag gefeiert. Am Abend des Gedenktags zu Ehren des Patrons der Diözese Rottenburg-Stuttgart und heiligen Mantelteilers aß der Bischof mit 150 Kunden und Mitarbeitern der Tafel im Konvikt Martinihaus.

Gäste erzählten ihm von schweren Lebensschicksalen. Immer mehr Menschen haben nach Angaben der Tafel-Organisatoren Probleme, ihren Lebensunterhalt zu sichern. Nach dem Vorbild St. Martins hätten Christen den Auftrag, Menschen in Not beizustehen und mit ihnen zu teilen, betonte der Bischof. Der Chor des Martinihauses unterhielt die Gäste auf hohem Niveau.

Die vor 17 Jahren gegründete Tafel zum hl. Martinus mit 90 ehrenamtlichen Mitarbeitern wird von der Domgemeinde St. Martin getragen. In zwei Jahren sei die Zahl sozial bedürftiger Kunden um 100 auf jetzt 750 gestiegen, sagt der Vorsitzende der Tafel, Diakon Matthias Schneider. Sie verfügen über einen Berechtigungsausweis zum Einkauf im Laden beim Dom. Ein Drittel sind Kinder mit ihren Familien.

Durch die gestiegene Zahl von Asylbewerbern hat sich die Lage verschärft, betont Schneider. Zunehmend kämen auch Senioren in Schieflagen, so dass sie auf billigeres Essen angewiesen seien. „Vor allem fehlt es an Grundnahrungsmitteln wie Nudeln, Reis, Mehl oder Konserven.“ Die Tafel sei dringend auf Sach- und Geldspenden angewiesen. Für immer mehr Menschen sei der Tafelladen „elementarer Baustein der Hilfe in ihrem harten Alltag“.

Hinweis: www.rottenburger-tafel.de