„Dringt in die Tiefe der Seele“

Rottenburg/Stuttgart. 5. März 2014. Musik kann nach Überzeugung von Bischof Gebhard Fürst alle Dimensionen der menschlichen Existenz ansprechen. „Sie dringe „in all ihren Facetten in die Tiefe der menschlichen Seele ein“, sagte er in seiner Predigt zum traditionellen Aschermittwoch der Künstler in Stuttgart. Damit stelle Musik kein Beiwerk zur Liturgie dar; sie sei vielmehr selbst Gottesdienst.

Als Beispiel nannte der Bischof die Psalmen, denen nichts Menschliches fremd sei, „vom Halleluja-Jubel bis zum Klageschrei“. Die Psalmen bezeichnete er als „schonungslos offenen, gesungenen Dialog mit Gott“. Am Psalm 51 zeigte Bischof Fürst, dass Umkehr und Hoffnung auf die Gnade Gottes untrennbar zusammengehören. Der Psalmgesang bringe dies lyrisch und melodisch in tiefer Weise zum Ausdruck.

Nach der Aschermittwochsliturgie hielt der Gründer der Internationalen Bachakademie, der Dirigent und Kirchenmusikdirektor Helmuth Rilling, einen Vortrag über das Credo in Johann Sebastian Bachs h-moll-Messe. Sie ist das letzte Vokalwerk Bachs. Das Credo darin gilt als ihr Herzstück.

Uwe Renz