Durch die Sakramente Gottes heilsame Nähe sichtbar machen

Dies hat Bischof Gebhard Fürst bei der so genannten Chrisammesse am Montag im Rottenburger Dom gesagt. Traditionell werden in diesem Gottesdienst am Montag in der Karwoche die heiligen Öle geweiht, mit denen die Empfänger von Sakramenten gesalbt werden: bei der Taufe, der Firmung, der Krankensalbung oder der Priesterweihe. „Ölboten“ aus der ganzen Diözese feiern gemeinsam mit dem Bischof die Chrisammesse in der Bischofskirche und nehmen dann die Öle mit in ihre Heimatgemeinden.

Die Sakramente der Kirche seien „in besonderen Situationen eines Menschenlebens das symbolhaft verdichtete Zeichen der einen Wirklichkeit, auf die die Kirche hinweist“, auf Christus, sagte der Bischof. Sie seien auch „Ursache und Kraftquelle“ für das heilsame Handeln der Christen für andere Menschen. Dies sei ein großer Maßstab und ein entscheidendes Kriterium dafür, wie Christen erkannt und gemessen werden können, betonte Bischof Fürst. Deshalb müsse sich „die Kirche insgesamt als Sakrament kritisch und selbstkritisch fragen“, ob sie die Wirklichkeit Gottes deutlich mache oder verdunkle. Die Kirche Jesu Christi müsse ihr Handeln und die „besonders verdichteten Zeichen“, die Sakramente, danach ausrichten, „dass in ihnen wirklich die heilsame Nähe Gottes erfahren werden kann“, sagte Bischof Gebhard Fürst.