Durch heilige Pforten zu Neuanfang

Rottenburg/Stuttgart. 9. Dezember 2015. Mit einem Gottesdienst in der Stuttgarter Domkirche St. Eberhard eröffnet Bischof Gebhard Fürst am Sonntag (10 Uhr) für die Diözese Rottenburg-Stuttgart das Heilige Jahr der Barmherzigkeit. Das von Papst Franziskus initiierte und von ihm für die Weltkirche am Dienstag eröffnete außerordentliche Heilige Jahr steht in der Diözese eng in Verbindung mit der Gestalt ihres Patrons Martinus, dessen 1.700 Geburtsjahr sie 2016 begeht. In über 30 Kirchen haben Gläubige die Gelegenheit, eine heilige Pforte zu durchschreiten und in Verbindung mit Reue und Buße einen sogenannten Ablass zu erhalten.

Am Sonntag öffnet Bischof Fürst in St. Eberhard die heilige Pforte. Für die Pfortenöffnung an verschiedenen Orten entwickelte das Bischöfliche Ordinariat eigens einen Ritus. In einem Flyer wird erklärt, welche Chance der Ablassbrauch heute bieten kann: Vergebung von Sünden zu erfahren, sich mit Gott und den Mitmenschen versöhnen zu lassen und damit die Chance auf einen Neuanfang zu bekommen. Massive Auswüchse wie den Ablasshandel hatte Anfang des 16. Jahrhunderts Martin Luther kritisiert.

  • Jahr der Barmherzigkeit auf der Initiativseite Martinsjahr 2016
    Dort lassen sich ein Verzeichnis der Heiligen Pforten und das Faltblatt mit Infos zum Brauch des Ablasses herunterladen.

Zum Hintergrund: Papst Franziskus kündigte das Heilige Jahr als außerordentliches Jubiläum der Barmherzigkeit am 13. März an. Das am Dienstag (8. Dezember) von ihm eröffnete Heilige Jahr soll „eine Zeit der Gnade für die Kirche sein und helfen, das Zeugnis der Gläubigen stärker und wirkungsvoller zu machen“, heißt es in der Päpstlichen Bulle dazu.