Ehemaliges Zisterzienserinnen-Kloster Heiligkreuztal mit zukunftsfähigem Konzept

Es ist damit das 15. Tagungshaus in dem diözesanen Eigenbetrieb. Heiligkreuztal bleibt aber wie bisher auch eine Bildungsstätte der Stefanus-Gemeinschaft. Außerdem ist es ein Geistliches Zentrum der Diözese und Ausbildungsstätte für die Ständigen Diakone. Die Betriebsübernahme durch den Kirchlichen Eigenbetrieb der Diözese erfolgt zum 1. August 2009.

Die Stefanus-Gemeinschaft hatte im Jahr 1972 das seit der Säkularisation aufgelassene und heruntergekommene ehemalige Zisterzienserinnenkloster Heiligkreuztal, eine vollständig erhaltene mittelalterliche Klosteranlage, mit erstaunlichem Mut zum Risiko erworben, in mühevoller Arbeit und mit großem finanziellem und ehrenamtlichem Engagement renoviert und zu einer Stätte von großer kultureller und spiritueller Ausstrahlung gemacht. Die wertvollen und teilweise weltberühmten Zeugnisse christlicher Kunst und Frömmigkeitsgeschichte konnten so der Öffentlichkeit wieder zugänglich gemacht werden. Das Zisterzienserinnen-Kloster war 1227 gegründet und im 16. Jahrhundert spätgotisch ausgebaut worden. Die Renovation durch die Stefanus-Gemeinschaft war ausdrücklich durch das Anliegen geleitet, den Geist zisterziensischer Einfachheit und Schlichtheit wieder aufleben zu lassen.

Die mit dem Betrieb der einstigen Klosteranlage verbundenen finanziellen Belastungen machten es erforderlich, ein zukunftsfähiges Nutzungskonzept für Heiligkreuztal zu entwickeln. Durch die Verpachtung des Tagungsbetriebs in den Kirchlichen Eigenbetrieb Tagungshäuser der Diözese Rottenburg-Stuttgart kann jetzt der Bestand der Bildungsstätte Heiligkreuztal langfristig gesichert werden.

Auf dem Anwesen befinden sich vier Gebäude mit insgesamt 90 Zimmern und 130 Betten, teilweise mit Dusche und WC ausgestattet, 19 Tagungs- und Verwaltungsräume, eine Cafeteria sowie die Klostergaststätte „Zum Klosterwirt“ mit Biergarten. Berühmt und von höchstem kunstgeschichtlichem Wert ist das im Besitz des Landes Baden-Württemberg befindliche spätgotische Münster mit seinen mittelalterlichen Fenstern, mit der so genannten Johannes-Minne und anderen wertvollen Skulpturen und Altären.

Im Internet ab 1. August 2009 unter www.tagungshaus.net