Ehrenamtliches Anwendernetzwerk leistet erste Hilfestellung bei der Planung von PV-Anlagen

Mit der Formulierung „Wir sind nicht Shareholder, sondern Treuhänder der Schöpfung“ hat er die besondere Verantwortung der Kirche für die Bewahrung der Schöpfung betont, die sich nicht zuletzt in der vermehrten Nutzung klimaschonender Technologien der Energieerzeugung und -nutzung zeigt. Neben Schulungen zum Energie- und Umweltmanagement in der Kirchengemeinden, einer ökologisch orientierten Weiterentwicklung des kirchlichen Gebäudebestands, der Zertifizierung kirchlicher Bildungs- und Tagungshäuser nach den europäischen EMAS Normen u. a. sehen die zehn „Zielbereiche“ der ökologischen Gesamtstrategie auch „Anreizsysteme zur Förderung solartechnischer und energieeffizienter Investitionen“ vor. Die Diözese hat dafür neben zinsgünstigen Krediten in Höhe von zehn Millionen Euro auch einen „Nachhaltigkeitsfonds“ aufgelegt, der mit 12.4 Millionen Euro ausgestattet ist und nach festgelegten Nachhaltigkeitskriterien für Bau- und Sanierungsinvestitionen der Kirchengemeinden und des diözesanen Gebäudebestands zur Verfügung gestellt wird.

Die von dieser Klima-Initiative erhoffte Motivation zeigt inzwischen deutliche Wirkung. Insbesondere an der Installation solartechnischer Anlagen besteht bei Kirchengemeinden und kirchlichen Einrichtungen starkes Interesse. Derzeit sind in der Diözese bereits fast 100 Photovoltaikanlagen (PV) auf kirchlichen Dächern installiert.

Da die PV-Technologie – nicht zuletzt wegen des hohen Kapitaleinsatzes – besonders sorgfältiger Prüfung bedarf und in die örtlichen Gegebenheiten integriert werden muss, legt es sich nahe die Kenntnisse erfahrener Praktiker zu nutzen. Deshalb wird in der Diözese Rottenburg-Stuttgart ein Anwendernetzwerk gegründet, dessen Mitglieder interessierten Kirchengemeinden und Einrichtungen in ehrenamtlicher Tätigkeit und in enger Abstimmung mit dem Bischöflichen Bauamt als Berater für die erforderlichen Vorbereitungen zur Verfügung stehen. Auf der Gründungsversammlung in Stuttgart-Hohenheim steht unter anderem die Erarbeitung eines Anwenderhandbuchs auf dem Programm, in dem Fragen der wirtschaftlichen und technischen Betriebsführung, der Integration in die ökologische Bestandsentwicklung der Diözese, der Finanzierung und der Vertragsgestaltung und anderes mehr aufbereitet werden.

Referenten dieser Gründungsveranstaltung sind der Leiter der Hauptabteilung Kirche und Gesellschaft, Ordinariatsrat Joachim Drumm, der Leiter des
Bischöflichen Bauamts, Diözesanbaumeister Heiner Giese, der Vorsitzende des Diözesanausschusses Nachhaltige Entwicklung, Dieter Schmid, und Akademiereferent Klaus Barwig. Die beiden Letzteren leiten auch die Tagung.

Nähere Informationen bei Herrn Klaus Barwig, Tel.: 0711 1640 730;