Ein gutes Signal der Bereitschaft zur Versöhnung

Trotz unterschiedlicher Positionen in theologischen Sach- und Lehrfragen der Katholischen Kirche werde Bischof Fürst mit Hans Küng weiterhin im Gespräch bleiben. Die wissenschaftlichen Beiträge von Hans Küng, die auch in der Erklärung des Vatikan formuliert sind, seien selbstverständlich anzuerkennen. Auch für die Entwicklung der Ökumene hin zur Augsburger Erklärung zur Rechtfertigungslehre habe Hans Küng vor Jahren schon einen wichtigen Beitrag geleistet.

Bemerkenswert erscheine dem Bischof die Würdigung des Einsatzes von Hans Küng für die Werte, die das menschliche Leben prägen. Im Bulletin stelle der Papst eigens heraus, „dass der Einsatz für ein erneuertes Bewusstsein der das menschliche Leben tragenden Werte auch ein wichtiges Anliegen seines Pontifikates darstellen.“ Das sei ein wesentliches Anliegen von Papst Benedikt und eine beachtliche nach vorne gerichtete Formulierung eines gemeinsamen Anliegens. In dieser Atmosphäre müsse es doch zukünftig möglich sein, so Bischof Fürst, nochmals Versuche zu unternehmen, erneut auch Fragen der Lehre, wie der Gottesfrage und der Christologie, auf welcher Ebene auch immer, zu besprechen.