Ein Leben für die Verkündigung des Evangeliums und im Dienst für Arme und Bedürftige

Für Bruder Harald Weber (38) und Bruder Stefan Maria Huppertz (31) ist die Diakonenweihe eine wichtige Stufe in ihrer Vorbereitung auf ein Leben als Ordenspriester. Ihren Dienst als Diakone in einer Gemeinde, den sie nach der Weihe antreten werden, sehen die beiden Kapuzinerbrüder bestimmt durch die Verkündigung des Evangeliums und die Hinwendung zu Menschen in Armut und Bedürftigkeit im Namen Jesu. Am 16. Mai 2009 sollen sie in Münster/Westfalen zu Priestern geweiht werden.

Bruder Harald Weber wurde im April 1970 geboren und stammt aus Königsbronn am Brenzursprung in der Diözese Rottenburg-Stuttgart. Nach Abitur, Ausbildung in der Krankenversicherung und einem Studium der Betriebswirtschaftslehre trat er im Jahr 2000 mit 30 Jahren in den Kapuzinerorden ein. Nach dem so genannten Postulat in Werne an der Lippe und dem Noviziat im gemeinsamen Ausbildungshaus der deutschsprachigen Kapuziner in Salzburg studierte er seit 2003 Theologie an der ordenseigenen Hochschule in Münster in Westfalen und dem Theologischen Institut in Assisi.

Bruder Stefan Maria Huppertz wurde im August 1977 geboren und ist in Oberhausen im Ruhrgebiet aufgewachsen. Nach dem Abitur ist er in das Priesterseminar des Bistums Essen eingetreten. Nachdem er an der Ruhr-Universität Bochum sein Vordiplom in Theologie erlangt hatte, trat er 2002 in die Rheinisch-Westfälische Kapuzinerprovinz ein, absolvierte die Grundausbildung in Werne und Salzburg und beendete das Diplomstudium der Theologie in Münster.

Nach der Weihe beginnt für die beiden Diakone die pastorale Ausbildung, zusammen mit sechs anderen Ordensmännern am Pastoralseminar der Philosophisch-Theologischen Hochschule der Kapuziner in Münster. Die beiden Kapuzinerbrüder werden ab November 2008 ihren Dienst in verschiedenen Gemeinden antreten. Bruder Harald Weber wird sechs Monate in der Pfarrei Liebfrauen-Überwasser in Münster tätig sein. Br. Stefan Maria Huppertz wird seine ersten pastoralen Erfahrungen in der Pfarrgemeinde St. Sophien in Hamburg sammeln, die vom Dominikanerorden betreut wird.

Die Wallfahrtskirche Ave Maria und das dazugehörige Kloster in Deggingen, zwischen Geislingen/Steige und Wiesensteig im oberen Filstal gelegen, wird seit Beginn des letzten Jahrhunderts vom Kapuzinerorden betreut. Der Orden lebt nach der Ordensregel des heiligen Franz von Assisi. Der Degginger Konvent ist eine von drei Gemeinschaften der Kapuziner in der Diözese Rottenburg-Stuttgart. In der württembergischen Diözese sind die Kapuziner auch in der Kurseelsorge in Bad Mergentheim sowie im Mutterhaus der Franziskanerinnen in Reute tätig.

Der Bischofsgottesdienst mit der Weihe der Diakone beginnt am Samstag, 18. Oktober, um 10.00 Uhr in der Wallfahrtskirche Ave Maria Deggingen. Anschließend ist Gelegenheit zur Begegnung mit den Neugeweihten. Ein Vespergottesdienst um 15 Uhr beschließt die Feierlichkeiten.