Ein Medienwissenschaftler, der dezidiert ethisch und politisch Stellung bezieht

In einer Feierstunde im Stuttgarter Bischofshaus „Stella Maris“ bescheinigte Bischof Fürst dem promovierten Soziologen, der auch Professor an der Katholischen Fachhochschule Freiburg ist, in seinen wissenschaftlichen Arbeiten zur Medienpädagogik und Medienpolitik eine „gediegene, sorgfältig differenzierende, sowohl soziologisch als auch philosophisch bewanderte Art ein Thema auszuloten und aus verschiedenen Richtungen zu beleuchten“. Dabei lasse Koziol es nie beim bloßen Beschreiben, sondern formuliere klare Handlungsempfehlungen. Dies, so Bischof Fürst, sei angesichts der rasanten Entwicklung in der Medienlandschaft höchst notwendig. „Denn wir müssen uns die Frage stellen“, so der Bischof, „wie wir nicht heute, sondern auch morgen und übermorgen unserem Kommunikationsauftrag in der Mediengesellschaft gerecht werden wollen, ja wie wir uns überhaupt in ihr verhalten sollen“. Es sei der „hohen Kompetenz, Beharrlichkeit und Zuverlässigkeit“ zu verdanken, dass die Kirche in diesen Fragen als kompetente Gesprächspartnerin geschätzt und ernst genommen werde, sagte Bischof Fürst.

Klaus Koziol, Jahrgang 1954, wurde im August 1982 als Medienpädagoge bei der Fachstelle für Medienarbeit in Stuttgart eingestellt, deren Leiter er ab 1990 war. Seit 1993 gehört er als Referent des Bischöflichen Ordinariats für den Medienbereich der Diözesanleitung an. Seit April 1998 ist Koziol Mitglied der Sitzung des Bischöflichen Ordinariats, wo er sich, so der Bischof, mit seinen „profunden Stellungnahmen und Positionen bald Gewicht und Anerkennung erworben“ habe. Neben seiner Freiburger Professur vertritt Klaus Koziol die Diözese Rottenburg-Stuttgart in einer Reihe von Gremien und Kommissionen von Kirche, Wirtschaft und Medien, unter anderem im Verwaltungsrat des Südwestrundfunks.