„Ein Teil von jedem von uns steckt in dem Stück – das verbindet“

Margarete Mehring-Fuchs und Barbara Tacchini haben dieses Musical als dritten und letzten Teil der Projektreihe „Hoffnung unlimited“ inszeniert. Die Veronika-Stiftung in der Diözese Rottenburg-Stuttgart hat dieses Projekt mit insgesamt 135.000 Euro finanziert. Sie setzt sich seit Jahren gezielt für schwerkranke Kinder und Jugendliche und deren Angehörige ein.

Im Mittelpunkt der Spielhandlung von „smiling doors“ stehen zwei Schwestern, die eng mit einander verbunden sind. Durch die Krebserkrankung der einen Schwester werden sie auseinander gerissen, und die andere bleibt alleine zurück. Plötzlich ist die Welt aus den Fugen geraten.

Kinder und Jugendliche, die selbst mit der Diagnose Krebs konfrontiert wurden oder einen engen Vertrauten durch die Krankheit verloren haben, geben in dem Musiktheater mit selbst komponierten Musikstücken Einblicke in ihre Gefühlswelt. Daraus ist ein bewegendes Stück über Trauer, Verlust und Einsamkeit entstanden, aber auch über Hoffnung, Stärke und Glauben an die eigene Zukunft. Eine Darstellerin formulierte bei der Premierenfeier, sie habe eine sehr schöne und intensive Zeit erlebt und habe gelernt, „dass man nach jedem Schicksalsschlag weitermachen kann – dass es weitergeht“. Bestätigt wurde sie durch die Aussage anderer Jugendlicher, sie hätten neuen Mut und liebe Freunde gefunden und seien „fest zusammengewachsen“. „Schön, dass in dem Stück von jedem von uns ein Teil steckt“, meinte eine andere Teilnehmerin nach ihrem Auftritt. „Das verbindet.“

Die nächsten Aufführungen von „smiling doors“ finden statt am Dienstag und Mittwoch, 20. und 21. Dezember, jeweils um 19 Uhr, im Kammertheater Stuttgart, Konrad-Adenauer-Straße 30 (Neue Staatsgalerie), 70173 Stuttgart.

Die Veronika-Stiftung fördert seit ihrer Gründung im Jahr 2002 Einrichtungen und Initiativen, die Kindern und alten Menschen und deren Angehörigen bei ihrer Auseinandersetzung mit Krankheit, Schmerzen und Tod qualifiziert und liebevoll begleiten. Neben der Unterstützung bestehender Einrichtungen wie Hospize oder Palliativstationen führt die Veronika-Stiftung eigene Förderprojekte durch, die schwerkranken und schmerzgeplagten Menschen neue Lebensfreude und Hoffnung schenken sollen.

Dr. Thomas Broch