Eindeutiges Bekenntnis zur Unantastbarkeit menschlichen Lebens

Begrüßenswert sei es auch, dass dieses Urteil Auswirkungen nicht nur in Deutschland, sondern auf europäischer Ebene habe, betonte Bischof Fürst, der Vorsitzender der Unterkommission Bioethik der Deutschen Bischofskonferenz ist und von 2001 bis 2005 dem Nationalen Ethikrat angehört hat. Er verkenne nicht die Intention der Forscher, im Kampf gegen schwere Erkrankungen Fortschritte zu erzielen. Doch hätten auch legitimes wissenschaftliches Interesse und Freiheit der Forschung dort ihre Grenze, wo menschliches Leben dafür zur Disposition gestellt und Ergebnisse dieser Forschung kommerzialisiert würden. Auf diesen umfassenden Schutz hätten embryonale Menschen von allem Anfang einen im Grundgesetz verankerten Schutz. Aus christlicher Sicht sei menschliches Leben heilig und keinem anderen Gut unterzuordnen.

Er hoffe sehr, so der Bischof, dass die wissenschaftlichen Anstrengungen jetzt verstärkt auf die Forschung mit so genannten adulten Stammzellen gerichtet würden, wo es bereits jetzt viel größere Erfolge gebe, als es in der öffentlichen Diskussion scheine.

Dr. Thomas Broch