Eine bleibende Herausforderung: Beruf und Familie vereinbaren

Seit Anfang November bekleidet sie die Stelle, die bis Mai 2009 Eva Sorg und danach kommissarisch Karl Schneiderhan innehatte.

Die ausgebildete Juristin hat in Regensburg, Tübingen, Triest und München studiert und ihr juristisches Referendariat in Tübingen absolviert. Nach einer Familienphase war sie zunächst freiberuflich als Anwältin tätig. Im Dienst der Diözese Rottenburg-Stuttgart steht sie seit September 2007. Als Geschäftsführerin der Kommission zur Ordnung des diözesanen Arbeitsvertragsrechts der Diözese Rottenburg-Stuttgart (Bistums-KODA) war sie drei Jahre lang intensiv mit der Entwicklung und Einführung des neuen kirchlichen Arbeitsrechts (AVO-DRS) befasst und konnte dabei auch die Diözese und ihre Strukturen bestens kennen lernen. Ihre qualifizierte Kenntnis des kirchlichen Arbeitsrechts wird sie auch in ihrer jetzigen Aufgabe als Gleichstellungsbeauftragte gut einsetzen können.

Eine der wichtigsten Aufgaben von Susanne Traulsen an ihrer neuen Stelle wird darin bestehen, die Chancengleichheit von Frauen und Männer und besonders die Vereinbarkeit von Beruf und Familie weiter zu entwickeln. Als Ehefrau und Mutter von vier Kindern zwischen vier und 13 Jahren kennt sie aus eigener Anschauung den Spagat zwischen Beruf und Familie, die Schwierigkeiten mit einer Teilzeitbeschäftigung und die Hürden, vor denen Frauen stehen, wenn sie nach der Kinderphase wieder in den Beruf zurückkehren wollen.

So will sich Frau Traulsen künftig besonders dafür einsetzen, dass sich Frauen und Männer für eine Familienaufgabe entscheiden können, ohne befürchten zu müssen, nach der Familienphase nicht mehr in ihren Beruf zurückkehren oder die doppelte Aufgabe von Familie und beruflicher Tätigkeit nicht leisten zu können. Nur so ist ihrer Meinung nach eine echte Wahl- und Entscheidungsfreiheit gegeben.

Die Führungskräfte der Diözese, die kirchlichen Frauen- und Männerorganisationen, die Mitarbeitervertretungen, die Berufsverbände der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie die Frauenkommission der Diözese Rottenburg-Stuttgart werden ihre Kooperationspartner sein, mit denen sie sich eine vertrauensvolle Zusammenarbeit erhofft.

Dr. Thomas Broch