Eine-Welt-Arbeit, Pilgerkultur und diakonisches Profil

Die geehrten Persönlichkeiten aus dem Raum der Diözese Rottenburg-Stuttgart nahmen die Ehrenzeichen jetzt im Bischofshaus in Rottenburg in einer Feierstunde in Empfang.

Wilfried Ensinger (77), Unternehmer und Gründer der Ensinger GmbH, und seine Ehefrau Martha Ensinger (73) wurden mit der Komturwürde des Ordens vom Heiligen Papst Silvester ausgezeichnet. Das Ehepaar aus Rottenburg engagiert sich in herausragender Weise gesellschaftlich, sozial und kulturell. So fördert die Wilfried Ensinger-Stiftung besondere Projekte in Afrika, Braie silien, in der Ukraine und in Indien. Bei diesem Engagement zum Wohl der Menschen zeigen Wilfried und Martha Ensinger im Sinne des Evangeliums hohe Kompetenz und setzen sich tatkräftig ein. Sie unterstützen nicht nur finanziell, sondern betreuen und besuchen die Projektverantwortlichen und Mitarbeiter vor Ort. Auf Gegenbesuchen in Deutschland wird der Erfahrungsaustausch vertieft. Wilfried Ensinger ist seit 2004 Ehrensenator der Universität Stuttgart; 2005 erhielt er das Bundesverdienstkreuz am Bande.

Das Ehrenzeichen „bene merenti“ übergab Bischof Fürst an Wolfgang und Angela Schneller (72 und 76) aus Oberdischingen bei Ulm. Der ehemalige Bildungsreferent der Diözese Rottenburg-Stuttgart und seine Ehefrau erwarben sich große Verdienste um den Jakobusweg und die Pilgerstätte des Heiligen Jakobus in Santiago de Compostela. Von Cursillo, dem Pilgerweg zum Heiligen Jakobus begeistert, motivierte das Ehepaar Schneller viele Menschen zur Pilgerschaft auf dem Jakobsweg. Bereits vor dem Ruhestand begleiteten Wolfgang und Angela Schneller Pilger auf dem europäischen Wegenetz. Auch im Ruhestand setzen sie sich bis heute für lebendige Pilgerkultur ein. So verbringt das Ehepaar einige Wochen im Jahr in Santiago, um dort Pilgerinnen und Pilger persönlich zu empfangen.

Die Komturwürde des Ordens vom Heiligen Papst Silvester hat Bernhard Vesenmayer (64) erhalten. Der in Eriskirch am Bodensee wohnende selbstständige Rechtsanwalt, der seit 1981 dem Kirchengemeinderat seines Wohnortes angehört, setzt sich in besonderer Weise für ein diakonisches Profil seiner Kirche ein. Dafür engagiert er sich unter anderem als Vertreter des Dekanats Friedrichshafen im regionalen Caritasverband. Seine diakonische Haltung ist in vielen Vereinen erkennbar, auch in der CDU-Fraktion des Gemeinderats, welcher er seit 2004 vorsitzt. Als Gründungsmitglied des Vereins der Kulturfreunde widmet er sich der Kulturarbeit, in der Arbeitsgemeinschaft Zweiter Bildungsweg fördert er die Vermittlung von Langzeitarbeitslosen und Jugendlichen auf dem Arbeitsmarkt. Mit dem Silvesterorden wird besonders Vesenmayers fruchtbare Vernetzungsarbeit zwischen Kirche und Kommune gewürdigt.