Einladung zu neuen Erfahrungen

Mit einem Entsendungsschreiben aus ihren Kirchengemeinden waren die Taufbewerber, so genannte Katechumenen, nach Rottenburg gekommen und wurden dem Bischof persönlich vorgestellt. Mit ihnen kamen ihre Heimatpfarrer und andere Personen, die sie auf ihrem Weg zur Taufe begleiten,

Christsein beginne mit der „Aufbruchbereitschaft, sich einladen zu lassen, einzutreten, näher zu kommen, nachzufolgen auf den Weg Jesu“, sagte Bischof Fürst den Taufbewerbern. Die Salbung mit dem Katechumenenöl sei sichtbares Zeichen für ihre Zulassung, die in der Osternacht oder in der Osterzeit in die Taufe, die Firmung und die erste Teilnahme an der Eucharistiefeier einmünden werde. Dass die Zulassung – erstmals in der Diözese Rottenburg-Stuttgart – in einer gemeinsamen Feier stattfinde, sei ein „starkes Zeichen der gemeinsamen Verbundenheit“ in der Diözese. Christsein ereigne sich „nicht in einem abstrakten Raum, in dem der einzelne alleine auf sich zurückgeworfen ist“. Die Taufe bedeute die Verbundenheit in der Gemeinschaft der Glaubenden, die den einzelnen in der konkreten Gemeinde vor Ort aufnehme und ihn willkommen heiße, so Bischof Fürst. Die biblische Aufforderung „Komm und sieh!“ seine eine Einladung, „aufzubrechen aus alten Bahnen und ganz neue Erfahrungen zu machen“, sagte der Bischof den Taufbewerbern und fügte hinzu: „Auf welch verschlungenen, zögernden und gewagten Wegen wir auch gekommen sind: Er ist immer schon da, er erwartet uns, er hält liebevoll und einladend die Arme offen“: