Einsatz für Gerechtigkeit – gespeist aus priesterlicher Existenz

Sayer wird am Freitag, 23. März, in Aachen verabschiedet. In fast 15-jähriger Leitungsverantwortung für MISEREOR habe Josef Sayer sich für die Menschen der südlichen Hemisphäre engagiert, die unter unmittelbarem Unrecht sowie unter struktureller und politischer Ungerechtigkeit zu leiden haben. Sayer habe das Liebesgebot in einen gesellschaftlichen und politischen Zusammenhang ausgeweitet und zugleich dessen persönliche Verbindlichkeit für jeden Einzelnen betont, so Bischof Fürst. Dabei habe er immer auch die Verantwortung der Menschen hierzulande für die ungerechten Verhältnisse in anderen Kontinenten und für deren Überwindung betont. Dies habe er mit Mut, Unerschrockenheit und Bereitschaft zur konfliktiven Auseinandersetzung getan. Allerdings sei er kein „ideologischer Programmatiker“, sondern sein Engagement sei gespeist aus seiner priesterlichen Existenz und seiner langjährigen Erfahrung als Seelsorger in Lateinamerika.

Josef Sayer habe seine persönliche und theologische Heimat in der Diözese Rottenburg-Stuttgart, schrieb Bischof Fürst. Er sei in seiner Heimatdiözese immer willkommen.