Ellwanger St.-Anna-Schwestern wählen Leitung für die kommenden sechs Jahre

Das Ordentliche Wahlkapitel der Schwesternkongregation wählte am Donnerstag, 15. Oktober, Schwester Veronika Mätzler erneut zur Generaloberin. Als ihre Stellvertreterin mit dem Titel Assistentin wurde Schwester Bernadette Rief gewählt, als Ratsschwestern im Generalrat der Kongregation Schwester Assumpta Seitz, Schwester Mechthild Wansner und Schwester Judith Benz.

Die Ellwanger St.-Anna-Schwestern wurden im Oktober 1921 durch Pfarrer Anton Eberhard, Wallfahrtspriester auf dem Schönenberg bei Ellwangen, gegründet. Im Geist des heiligen Franz von Assisi sollten sie den nach dem Ersten Weltkrieg häufig unter großer materieller Not leidenden Familien beistehen. Als „Verein der St.-Anna-Schwestern“ erhielten sie im November 1923 die Bischöfliche Anerkennung, verbunden mit der Sendung, christliche Nächstenliebe zu verwirklichen.
Heute zählt die Franziskanerinnen-Kongregation 87 Schwestern. Sie unterhält neben ihrem Ellwanger Mutterhaus weitere sechs Einrichtungen und Konvente in Ellwangen und Stuttgart, darunter das „Haus der Stille“ in Stuttgart sowie das „Haus Lebensspur“, das Hospiz St. Anna und ein Alten- und Pflegeheim in Ellwangen. Neben der Kranken- und Altenpflege und dem Hospizdienst sind die Schwestern u. a. auch in der AIDS-Seelsorge, in der Klinikseelsorge und in anderen pastoralen Aufgabenbereichen tätig. Die 1999 gegründete St.-Anna-Stiftung sichert für die Zukunft den karitativen Auftrag der Ordensgemeinschaft und nimmt die Trägerverantwortung für den Stuttgarter Bereich wahr.

Dr. Thomas Broch