Energisch handeln für das Weltklima

Rottenburg. 12. November 2013. Vor nachlassendem Engagement im Klimaschutz hat Bischof Gebhard Fürst gewarnt. Es sei zynisch, wenn viele Industrieländer weiter ohne Rücksicht auf das Weltklima wirtschaften, sagte Bischof Fürst am Dienstag in Rottenburg mit Blick auf den am Vortag in Warschau eröffneten UN-Klimagipfel. Die Rechnung eines solchen Wirtschaftens müssten die besonders vom Klimawandel betroffenen, oft armen Länder bezahlen. „Die schrecklichen Folgen der Klimazerstörung sind nach dem stärksten Taifun, der je das Festland erreichte, gerade in den Philippinen zu beklagen."

Er hoffe sehr, dass die in Warschau versammelten Delegierten verbindliche Maßnahmen zum Klimaschutz erreichen, betonte der Bischof. Es gebe dazu keine Alternative, sollten nicht ganze Erdteile durch die globale Klimaerwärmung künftig regelmäßig von Katastrophen wie Hitzewellen, Überschwemmungen oder schweren Stürmen heimgesucht werden. „Das können wir in der Verantwortung für Gottes Schöpfung und vor unserem Gewissen nicht verantworten."

Bischof Fürst rief die Gemeinden seiner Diözese auf, sich weiter in der 2007 begonnenen interdisziplinären Klimainitiative zu engagieren. Im Rahmen dieser Initiative förderte die Diözese seit 2008 aus einem eigens geschaffenen Nachhaltigkeitsfonds mit 11,2 Millionen Euro Maßnahmen in Gemeinden etwa zur energetischen Gebäudesanierung, zur alternativen Energiegewinnung oder zur Energieeinsparung. Insgesamt brachten Kirchengemeinden in diesem Zeitraum zusammen mit den Zuschüssen 63,5 Millionen Euro für Klimaschutzprojekte auf. Der Diözesanrat entscheidet Ende November über einen Antrag, die Fördermittel für den Klimaschutz im Nachhaltigkeitsfonds weiter zu erhöhen.

Beispielhaftes und innovatives Engagement für den Klimaschutz zeichnet die württembergische Diözese alle zwei Jahre mit dem Franziskuspreis aus. Der Preis, für den Bewerbungen bis 15. Mai 2014 eingereicht werden können, ist mit insgesamt 10.000 Euro dotiert. Schirmherr ist Ministerpräsident Winfried Kretschmann. Übergeben werden die Auszeichnungen am 6. Oktober 2014 von Bischof Fürst.

Hinweis: Bewerbungen für den Franziskuspreis 2014 an Diözese Rottenburg-Stuttgart, Hauptabteilung XI, Fachbereich Gerechtigkeit, Frieden, Bewahrung der Schöpfung, Jahnstraße 30, 70597 Stuttgart, Email: umwelt(at)bo.drs.de. Die Bewerbungsunterlagen können auch auf www.drs.de heruntergeladen werden.

Uwe Renz

Flyer Franziskuspreis Ausschreibung 2014