Erinnerungen an den Bekennerbischof

Das änderte sich kurz nach der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten. Bischof Sproll wagte schon bald die offene Auseinandersetzung mit dem braunen Regime und wurde daher Ziel der nationalsozialistischen Verfolgungen, die in der Verbannung aus der Diözese und einem Leben auf der Flucht gipfeln sollten. Erst nach dem Zweiten Weltkrieg durfte er zurückkehren.

Stephan Sproll (34), Großneffe des verstorbenen Rottenburger Bischofs, katholischer Priester und als Spiritual im Bistum Augsburg tätig, wurde mit einem umfangreichen Werk zum theologischen Doktor promoviert, in dem er die Quellen erschließt, die vom Leben und Wirken des „Volksbischofs“ berichten, und die Entwicklung zum „Bekennerbischof“ nachzeichnet, dessen sich viele Gläubige in der Diözese weit über seinen Tod hinaus mit Respekt und Verehrung erinnert haben und erinnern.

Die Rottenburger Buchhandlung „TheoBuch“ lädt zu einer Veranstaltung ein, bei der Stephan Sproll aus seinem Buch vorträgt. Sie findet statt am Dienstag, 27. Juli 2010, 19 Uhr im Gemeindehaus St. Martin in 72108 Rottenburg (Nähe Dom),
Bischof-Sproll-Saal.

Stephan Sproll, „Ich bin der Bischof von Rottenburg und bleibe Bischof von Rottenburg“. Das Leben von Joannes Baptista Sproll, Ostfildern (Schwabenverlag) 2009, Format 1,45 x 22,5 cm, 824 Seiten, Hardcover, € 49,00, ISBN 978-3-7966-1468-2