„Erneuert euren Geist und Sinn“

Die österliche Bußzeit könne als „geistliches Tor“ dazu dienen, schreibt er in seinem zum Ersten Fastensonntag veröffentlichten Hirtenbrief. Der Brief soll in allen Gottesdiensten am Sonntag und in den Vorabendgottesdiensten verlesen werden. Es gelte, in einer für die katholische Kirche schwierigen Zeit wieder Glaubwürdigkeit zurückzugewinnen, betont Bischof Fürst in dem mit dem Bibelzitat „Erneuert euren Geist und Sinn“ überschriebenen Fastenhirtenbrief. Die Erneuerung solle „von innen her“ in der Dynamik des Heiligen Geistes geschehen.

Bischof Fürst erinnerte an bereits begonnene Initiativen, so das im vergangenen Jahr veranstaltete „jugendforumhochdrei“ sowie Diskussionen in Dekanaten und Gemeinden. „Jetzt geht es darum, die pastoralen Strukturen zu erneuern“, unterstrich der Bischof. Er weist auf Problemkreise hin wie das Verhalten der Kirche gegenüber wieder verheirateten Geschiedenen, konfessionsverschiedenen Ehepaaren oder die Rolle der Frau in der katholischen Kirche. Bei allen Reformbemühungen dürfe sich die württembergische Diözese nicht überfordern, „denn die Einheit unserer globalen, katholischen Kirche ist ein hohes Gut!“, so Bischof Fürst. Er rief dazu auf, „dass wir diesen Prozess der Erneuerung mit Vertrauen, Mut und Augenmaß gehen“.

Uwe Renz