Erstarktes Bewusstsein staatsbürgerlicher Verantwortung

Dass zwei Drittel der Wahlberechtigten zur Urne gegangen seien, zeige, dass die Bürgerschaft ihr Recht und ihren Anspruch auf Mitgestaltung der politischen Entscheidungen deutlich stärker in Anspruch nehme als noch vor wenigen Jahren. An Wahlen teilzunehmen sei Bürgerpflicht und Christenpflicht. Angesichts der immensen Herausforderungen, vor denen die Gesellschaft auch in Baden-Württemberg stehe, sei Politikverdrossenheit keine angemessene Haltung, sagte Bischof Fürst. Er danke daher allen, die am Wahltag ihre Stimme für eine der demokratischen Parteien abgegeben hätten.

Dank gebühre auch den Kandidatinnen und Kandidaten, die sich dem Wählervotum gestellt hätten. Es verdiene großen Respekt, wenn Menschen sich für die parlamentarische Arbeit bereit erklärten und damit einen Beitrag zum Gemeinwesen leisteten, der oft weit über das normale Maß hinaus anstrengend und belastend sei.

Den Abgeordneten aller Parteien im neu gewählten Landtag und den Spitzen der künftigen Landesregierung wünsche er eine gute Hand bei ihrem politischen Wirken und Gottes Segen dazu, erklärte Bischof Fürst. Sie dürften sich auf ein konstruktives Miteinander seitens der Diözese verlassen, wo immer es um Fragen gehe, die die Kirche in ihrer Mitverantwortung für die gesamte Gesellschaft betreffen, sagte der Bischof. Sein Dank gelte auch der Landesregierung und dem Landtag für die geleistete Arbeit in der vergangenen Legislaturperiode und für vielfältige Erfahrungen eines fairen Zusammenwirkens.

Dr. Thomas Broch