Extras für Erziehende und für Pflegende

Vor dem Hintergrund der Folgen der Wirtschaftskrise seien die Dienstnehmer froh über das Ergebnis der Verhandlungen zwischen Dienstgeber- und Dienstnehmerseite. Die AVO der Diözese orientiert sich am Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst/Land (TVL) und tritt zum 1. November in Kraft.

Besonders hob Münch Arbeitszeitverkürzungen für erziehende und für pflegende Dienstnehmer hervor, die deutlich über den TVL hinausgingen. So könnten Erziehende mit Kind bis 12 Jahre sowie Pflegende pro Jahr drei freie Tage in Anspruch nehmen, ebenso Dienstnehmer über 60 Jahre. Zudem bestehe ein unbedingter Anspruch auf Teilzeit, wenn ein Dienstnehmer eine Person pflege, ebenso gelte dies für einen erziehenden Mitarbeiter mit Kind bis 18 Jahre. Eltern von bis zu 16 Jahre alten Kindern haben laut AVO zudem Anspruch auf drei zusammenhängende Wochen Urlaub in den Sommerferien.

Laut Münch sind auch die Ansprüche von Mitarbeitern der Diözese während der Elternphase überdurchschnittlich hoch. So hätten sie Anspruch auf zwei Tage jährlich für Qualifizierung. „Dies festigt die Beziehung und den Kontakt zur Dienststelle in der Zeit der Abwesenheit.“ Bestimmte Qualifizierungen könnten zudem zu einem rascheren Stufenaufstieg führen. Positiv für Mitarbeiter wirke sich auch aus, dass von der Elternzeit ein Jahr für den Stufenaufstieg angerechnet werde. Für Dienstnehmer mit kleinerem Gehalt bedeute eine zunächst bis 2017 befristete Zulage von monatlich 50 Euro pro Kind eine spürbare Entlastung.